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08.06.2016
Diverse Künstler

Symphonic Queen – zum 45. Jubiläum von Queens erster Live-Show erscheint ein neues Album vom Royal Philharmonic Orchestra

Auf dem neuen Album "Symphonic Queen – The Greatest Hits" lässt das renommierte, preisgekrönte Royal Philharmonic Orchestra die Hits und Klassiker von Freddy Mercury, Brian May und Co. Revue passieren.

Diverse Künstler, Symphonic Queen – zum 45. Jubiläum von Queens erster Live-Show erscheint ein neues Album vom Royal Philharmonic Orchestra © Panorama Symphonic Queen

Was haben Sinfonien und gute Rockmusik miteinander gemein? Beide kommen ohne Pathos und andere große Gefühle nicht aus. Bei Queen muss ergo nichts mehr passend gemacht werden, wenn das üppige Klangspektrum eines Sinfonieorchesters "die Melancholie, das Bekenntnis, die offene Seele, das gebrochene Herz, die Forderung nach Gerechtigkeit, den Kampfgeist der Meisterwerke von Queen", aufnimmt, wie ein Fan im Netz formulierte.

Beatles, Prog, Glam, Punk(t)

Eine frühe Liaison von Klassik und Rock war sicherlich "Sgt. Peppers" von den Beatles. Damals mäkelten die Gralshüter der E-Musik, dass der kurzlebige Pop sich mit Klassik-Arrangements eine Aura der Unsterblichkeit verleihen wollte. Und heute? Die Postmoderne erwiesen, dass Stücke von Lennon und McCartney beziehungsweise von Mercury und May längst auf Augenhöhe mit denen bedeutender klassischer Komponisten verhandelt werden.

"Von allen theatralischen Rockperformern ging Freddie am weitesten", sagte David Bowie einmal über Mercury." Er konnte jedes Klischee zu seinen Gunsten überhöhen." Queen galten in den 1970ern als Sahnehäubchen des Prog- und Glamrocks, bevor sie sich in den 1980ern neu als Power-Rock-Popper und Kult-Clubber definierten. Die Punk-Revolution hatte das Liebäugeln von Rock mit Klassik abrupt beendet. Und heute? Heute geht Sting, dessen erste Band The Police sich als Punkband vermarkten ließ, mit klassischen Arrangements seiner Songs auf Tour, 2010 veröffentlichte er bei der Deutschen Grammophon das Album "Symphonicities". 

Vom Musical zur Sinfonie

Zurück zu Queen: Dadurch, dass immer neue Basketball- und Eishockey-Athleten zu "We Will Rock You", "We Are The Champions", "Another One Bites The Dust" etc. ins Stadion schreiten, haben Queen gut vier Dekaden Popkultur-Entwicklung mühelos überbrückt. Seit 2002 hält das Queen-Musical "We Will Rock You" den Sound der Londoner im kollektiven Gedächtnis. Bei näherer Betrachtung schreien die ausgefeilten, vielschichtigen Songs und das Kolossal-Opernhafte ihres Oeuvres nun nach einem Arrangement für Sinfonie-Orchester.

Freddie würde sich freuen

Um die Songs von Queen in die Welt des Orchesters zu übersetzen, musste er einfach die vielen Ideen der Originalversionen im sinfonischen Kontext neu verorten, beschreibt der Arrangeur Matthew Freeman seine Arbeit an "Symphonic Queen". 2004 wurde Freeman mit dem Album "Symphonic Rock" bekannt, das er jedes Jahr mit dem RPO in der Royal Albert Hall aufführt. "Queens Songs haben von sich aus einen großen Reichtum an Melodie, Begleitung, Harmonie und Kontrapunkt. Ich bin sicher, dass Freddie Mercury – hätte er länger gelebt – mit einem Sinfonie-Orchester gearbeitet hätte."