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12.08.2015
Frédéric Chopin

Historische Partnerschaft – Deutsche Grammophon und Chopin Institut kündigen Zusammenarbeit an

Mit Beginn des 17. Internationalen Chopin-Wettbewerbs starten die Deutsche Grammophon und das Chopin Institut eine künstlerische Kooperation, als deren erstes Ergebnis Anfang November ein Album des diesjährigen Wettbewerbsgewinners erscheinen wird.

Frédéric Chopin, Historische Partnerschaft – Deutsche Grammophon und Chopin Institut kündigen Zusammenarbeit an © DG Stanisław Leszczynski, Dr. Artur Szklener, Costa Pilavachi

1927 ins Leben gerufen und seit 1955 in einem Abstand von fünf Jahren ausgetragen, gehört der internationale Chopin-Wettbewerb des Chopin Instituts in Warschau zu den anspruchsvollsten musikalischen Herausforderungen der Welt. Für die 17. Austragung des renommierten Wettbewerbs im Oktober 2015 haben sich die Deutsche Grammophon und das Institut auf eine künstlerische Partnerschaft verständigt.

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz am 12. August 2015 in Warschau brachten beide Parteien ihre Motivation für die Zusammenarbeit zum Ausdruck. Von Seiten des gelben Labels vertraut man auf die Zuverlässigkeit und hohe Qualität der am Wettbewerb teilnehmenden Musiker, die man der Welt nicht vorenthalten wolle. Das Institut verspricht sich von der Kooperation eine Stärkung und Wiederbelebung des musikalischen Erbes Polens. Darüber hinaus sehe man in der Partnerschaft mit der Deutschen Grammophon für die jungen Künstler sehr gute Möglichkeiten, deren Potenziale vollends zu entfalten.

Noch vor dem eigentlichen Wettbewerb und der Ermittlung des Siegers im Finale vom 18. bis 20. Oktober 2015 kündigte die Deutsche Grammophon bereits an, am 6. November 2015 ein Album zu veröffentlichen, welches eine Auswahl von Chopin-Recitals interpretiert von dem oder der Erstplatzierten enthalten soll. Das ungewöhnliche Vorgehen der Deutschen Grammophon, sich zur Aufnahme eines noch ungenannten Künstlers zur verpflichten, spricht für das Vertrauen welches das gelbe Label in die Qualität des Wettbewerbs legt.

Wenig verwunderlich scheint diese Entscheidung allerdings angesichts der großen Namen, die bisher auf den Gewinnerlisten des Wettbewerbs verzeichnet waren. So brachte dieses internationale Stelldichein junger Pianisten bereits DG-Größen wie Maurizio Pollini (1960), Martha Argerich (1965) oder Yundi Li (2000) hervor. Die Argentinierin Argerich und der chinesische Pianist wurden für den diesjährigen Wettbewerb in die Jury berufen, die über das Können von 84 jungen Musikern aus aller Welt befinden wird. Am 20. Oktober 2015 wird sich in Warschau entscheiden, wer im großen Finale triumphieren wird und sein erstes Album bei der Deutschen Grammophon veröffentlichen darf.

Ebenfalls ein Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen dem gelben Label und dem Chopin Institut ist eine Ende dieses Jahres erscheinende Chopin-Box. Ausgestattet mit elf CD's, erscheinen unter dem Titel "Great Chopin Pianists" Aufnahmen der Werke des polnischen Komponisten, aufgeführt von den Preisträgern sämtlicher Chopin-Wettbewerbe von 1927 bis 2010. Beide Partner sehen dies als eine solide Grundlage für eine dauerhafte zukünftige Zusammenarbeit.