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31.12.1991
ECM Sounds

ECM 1991: Mit dem Hilliard Ensemble, Arvo Pärt, Kim Kashkashian uvm.

ECM Sounds, ECM 1991: Mit dem Hilliard Ensemble, Arvo Pärt, Kim Kashkashian uvm. Das ECM Jahr 1991

Das Hilliard Ensemble unterstreicht mit seiner Einspielung von Gesualdos „Tenebrae Responsories“ seinen Ruf als Europas führendes Vokalensemble.

Im Titelstück von Gavin Bryars’ „After The Requiem“ stehen sich Bill Frisells Gitarre und die Streicher des Balanescu Quartetts gegenüber. Gewidmet hat Bryars sein bewegendes Werk dem Tontechniker Bill Cadman, der bei dem Lockerbie-Anschlag ums Leben kam.

Arvo Pärts „Miserere“ kommt mit einer langen Besetzungsliste heraus, darunter das Hilliard Ensemble, der Western Wind Chor, das Orchester der Beethovenhalle Bonn, Sopranistin Sarah Leonard und Pierre Favre an Pauken und Djembe-Trommeln.

Kim Kashkashian formiert sich mit Perkussionistin Robyn Schulkowsky zu einem neuen Duo und setzt die Zusammenarbeit mit Robert Levin auf einem Album mit Musik von Schostakowitsch, Linda Bouchard und Paul Chihara fort.

Wichtige Neuzugänge bei ECM sind der tunesische Oud-Virtuose Anouar Brahem, der auf seinem Album „Barzakh“ geschickt östliche und westliche Einflüsse ausbalanciert, und die griechische Komponistin Eleni Karaindrou, wie Brahem Traditionalistin und Internationalistin zugleich, deren „Music For Films“ vor allem dem Regisseur Theo Angelopoulos zu verdanken ist. Zu den Solisten zählt Jan Garbarek, der auch in einem spannenden (aber kurzlebigen) Trio mit Miroslav Vitous und Peter Erskine auf „Star“ zu hören ist und auf „Alpstein“ mit Paul Giger dessen alpenländische Wurzeln erforscht.

Arild Andersen widmet sich unterdessen norwegischer Volksmusik, auf seinem Album „Sagn“ mit Sängerin Kirsten Bråten Berg ebenso wie auf Masqualeros „Re-Enter“.

Hal Russells „The Finnish/Swiss Tour“, dessen Titel eine eher ungewöhnliche Reiseroute vermuten lässt , ist ein wilder Parforceritt, dessen kinetische Energie irgendwo zwischen Albert Ayler und den Keystone Kops liegt.