Klassik Newsletter

Sie wollen immer aktuell informiert sein? Unser Newsletterservice versorgt Sie wöchentlich mit allem zum Thema klassische Musik.

OK

Nichts verpassen

Nutzen Sie KlassikAkzente Online auch wenn Sie nicht auf unserer Seite sind:
Social Networks:

Artikel

07.01.2015

Emma Kirkby - The Complete Recitals

Eleganter könnte das neue Jahr nicht aus dem Winterschlaf erwachen. Die hochwertige Kollektion "Emma Kirkby - The Complete Recitals" präsentiert auf 12 Alben exklusiv bei JPC die gesammelten Einspielungen konzertanter Werke der britischen Sopranistin.

Emma Kirkby, Emma Kirkby - The Complete Recitals Emma Kirkby - The Complete Recitals

Emma Kirkbys heller Sopran und die Barockmusik scheinen füreinander bestimmt zu sein. Werke von Bach, Mozart, Händel, Monteverdi, Dowland, Purcell, Edwards, Campion, Dowland, Morley, Ferrabosco und die Musik vieler weiterer Komponisten hat Emma Kirkby im Laufe ihrer Karriere aufgenommen, die sich zurecht glanzvoll entwickelt hat. Einen besonderen Stellenwert hat dabei die über ein Vierteljahrhundert währende Zusammenarbeit mit dem französischen Label "Editions de L'Oiseau-Lyre", das nach seiner Gründung 1932 in Paris im Jahr 1970 von der Decca übernommen wurde. Emma Kirkbys kreative Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Christopher Hogwood und der Academy Of Ancient Music und die musikalischen Projekte zusammen mit Anthony Rooley und dem Consort of Musicke, die unter diesen Fittichen entstanden sind, waren Meilensteine auf ihrem künstlerischem Werdegang. Der britische Journalist und Barockfestivalleiter Lindsay Kemp beschreibt Emma Kirkbys Erfolg so: "Die unverwechselbare pure Farbe ihrer Stimme, ihr künstlerischer Idealismus und ihre persönliche Bescheidenheit haben Emma Kirkby zu einer professionell hoch angesehenen und äußerst beliebten Musikerin gemacht."

Barocke Dialoge

Die Werke auf den 12 Alben stecken voller Emotionen. Doch es ist nicht nur die Musik, die so berührt, auch die Texte der Duette, Lieder, Kantaten und Arien haben eine große Aussagekraft und lassen einen beim Hören in eine andere Zeit eintauchen. Wenn Emma Kirkby aus den "Amorous Dialogues" mit Musik von Bartlett, Ferrabosco, D’India und Monteverdi "Tell me oh love" or "A dialogue upon a kiss" singt, dann bezaubert vor allem die anrührende Unschuldigkeit, die in ihrer Stimme mitschwingt und die kleinen musikalischen Geschichten so lebendig werden lässt, als würde man einer jungen Frau beim Tagebuchschreiben über die Schulter schauen. Auf dem Album "Pastoral Dialogues" mit Musik von Corkine, Dowland, Johnson und Lawes sinniert die Sopranistin mit "Whither runneth my sweetheart" oder "Fly swift my thoughts" über Liebe und Leben, das barocke Englisch hat einen ganz eigenen Reiz und eine berückende Poesie. Das Album "Duetti da Camera" mit Musik von Frescobaldi, Grandi, Monteverdi und Sabbatini ergänzt den Reigen musikalischer Zwiegespräche.

Was das Ohr begehrt - Kantaten, Lieder und Arien

Kantaten von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel dürfen bei dieser exquisiten Sammlung natürlich nicht fehlen. Vier komplette CDs sind alleine Bach und Händel gewidmet. Johann Sebastian Bachs so genannte "Kaffeekantate" mit dem Titel "Schweigt stille, plaudert nicht" (BWV 211) gilt als Höhepunkt der sächsischen Kaffeehausmusik des 18. Jahrhunderts. "Ei, wie schmeckt der Kaffee süße, lieblicher als tausend Küsse, milder als Muskatenwein. Kaffee, Kaffee muß ich haben, Und wenn jemand mich will laben, Ach, so schenkt mir Kaffee ein!" heißt es darin. In diesem weltlichen Wortwitz Anno 1734 wird sich wohl auch im Jahr 2015 so mancher wiedererkennen. Ein berührender Kontrast zu diesen profanen Dingen des Lebens ist die hinreißende Arie "Schlummert ein, ihr matten Augen" aus der Kirchenkantate "Ich habe genug" (BWV 82a), die Emma Kirkby mit zauberhafter Klangschönheit und tiefer Empfindung ausgestaltet.

Georg Friedrich Händels italienische Kantaten sind kleine weltliche vokale Meisterwerke, die während seiner vierjährigen Studienreise durch Italien Anfang des 18. Jahrhunderts entstanden sind und hörbar durch den Einfluss italienischer Komponisten geprägt wurden. Das heitere "No, Di Voi Non Vo' Fidarmi" (HWV 189) für zwei Soprane und Basso Continuo ist ein echter Ohrwurm - Emma Kirkby interpretiert das Stück  mit leichtfüßiger Anmut gemeinsam mit der amerikanischen Sopranistin Judith Nelson.
Lieder von Edwards, Campion, Dowland, Morley sowie ein ganzes Album mit Liedern des englischen Barockkomponisten Henry Purcell eröffnen ein weiteres Universum beeindruckender Musik. Bekannte Mozart-Arien wie "Ruhe sanft mein holdes Leben" aus dem Singspiel-Fragment "Zaide" oder die Konzertarie "Ch'io mi scordi di te?" und ein Album mit seiner berühmten Motette "Exsultate, jubilate" erweisen sich als akustische i-Tüpfelchen.

Der musikalische, stimmliche und historische Reichtum dieser Edition ist so umfangreich und gehaltvoll, dass man sich damit viele, viele Stunden genussvoll und intensiv beschäftigen kann.

Zunächst ist die Kirkby-Kollektion exklusiv bei JPC erhältlich.