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14.01.2014

Der feurige Engel von Sergej Prokofjew - Komische Oper Berlin

Am kommenden Sonntag lädt die Komische Oper Berlin zu ihrer ersten Premiere 2014 ein: Der feurige Engel von Sergej Prokofjew.

Der feurige Engel von Sergej Prokofjew - Komische Oper Berlin © Freese/drama-berlin.de Jens Larsen

Nach über 40 Jahren ist Sergej S. Prokofjews posthum uraufgeführtes Meisterwerk endlich wieder als Neuproduktion in Berlin zu erleben. Erzählt wird die aberwitzige Geschichte von Renata, einer Frau, die besessen ist von einer Engelsgestalt, hinter der sich Teuflisches verbirgt... Liebeswahn, schwarze Künste und ein dunkler, zerstörerischer Eros führen sie am Ende auf den Scheiterhaufen.

Musikalisch treffen sich dabei der unablässig drängende rhythmische Motor, den man aus Prokofjews Ballett- und Klavierkompositionen kennt, und ein expressiver Belcanto à la Puccini: ein ernergie-geladenes, dicht komponiertes Meisterstück.

Der australische Regisseur Benedict Andrews gibt mit diesem äußerst selten aufgeführten Werk sein Debüt an der Komischen Oper Berlin. Zuvor hatte er in Berlin schon mit Regiearbeiten an der Schaubühne auf sich aufmerksam gemacht. Die Rolle der Renata übernimmt Svetlana Sozdateleva, die die 120 Minuten lange Parforce-Partie der Renata bereits am Théâtre royal de la Monnaie in Brüssel gesungen hat und für ihre herausragende Interpretation international bejubelt wurde. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Generalmusikdirektor Henrik Nánási.

1919 entdeckte Sergej S. Prokofjew während seines Aufenthaltes in New York den Roman Der feurige Engel seines Landsmanns Waleri Brjussow – einen symbolistischen Schlüsselroman, dessen Handlung im spätmittelalterlichen Köln spielt, aber an zeitgenössische Figuren aus dem Umfeld Brjussows angelehnt ist. Prokofjew fing sogleich Feuer für den Stoff und machte sich daran, den Roman eigenhändig zum Libretto umzuarbeiten. Fast wäre die Oper in Berlin uraufgeführt worden: Bruno Walter wollte Der feurige Engel 1927 an der Städtischen Oper herausbringen, doch Prokofjew konnte das Orchestermaterial nicht rechtzeitig fertigstellen, und der Vertrag platzte. Erst 1955, zwei Jahre nach Prokofjews Tod, erblickte das Werk szenisch schließlich inVenedig das Licht der Welt.

Premiere: Sonntag, 19. Januar 2014, 18 Uhr
Weitere Vorstellungen: 23. Januar, 19:30 Uhr, 2. Februar, 16. Februar, 2. März jeweils 18 Uhr, 10. Juli, 19:30 Uhr

Kartentelefon (030) 47 99 74 00