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31.10.2013
eloquence

Richard Strauss: Sämtliche Tondichtungen

Der Begriff der Programmmusik ist heute eng mit dem Namen Richard Strauss verknüpft. Nun wird in der Reihe Eloquence mit "Richard Strauss: Sämtliche Tondichtungen" das weite Schaffens-Spektrum dieses großen Tonmalers präsentiert.

eloquence, Richard Strauss: Sämtliche Tondichtungen Eloquence

Jubiläen bieten immer wieder eine schöne Gelegenheit, sich Leben und Werk eines vertrauten Komponisten ganz neu vor Augen zu halten und ungeahnte Facetten darin zu entdecken. Zuletzt gelang dies zum Beispiel bei Giuseppe Verdi und Richard Wagner, die unlängst ihre 200. Geburtstage feierten. Und so wird es sicherlich auch bei Richard Strauss sein, dessen 150. Jubiläum kurz bevor steht. Ein ausgezeichneter Zeitpunkt also, diesen großen Meister der Programmmusik in den Fokus zu rücken. Mit "Richard Strauss: Sämtliche Tondichtungen" wurden nun die bedeutendsten Tongemälde des gebürtigen Münchners gebündelt. Seine symphonischen Dichtungen "Also sprach Zarathustra", "Ein Heldenleben" und "Don Quixote" gelten heute als stilbildend, auch wenn sich Richard Strauss seinerseits ganz den Kunstidealen Wagners, Liszts und Mozarts verpflichtet sah. Viele seiner Werke basieren auf literarischen Texten – etwa von Friedrich Nietzsche oder Miguel de Cervantes –, andere auf ganz persönlichen Erfahrungen. So beschreibt er etwa in "Eine Alpensymphonie" mit musikalischen Mitteln eine beschwerliche, aber nichtsdestoweniger höchst anregende Bergwanderung, die ebenso metaphorisch für das Leben eines Menschen stehen könnte. Kuhglocken, Wind- und Donnermaschinen lassen den Zuhörer das Abenteuer dabei durch illustrativ-tonmalerische Darstellung der einzelnen Szenen plastisch miterleben.

Strauss, der selbst ein angesehener Opern- und Konzertdirigent war, verstand sich bestens darauf, durch geschickte und durchaus innovative Instrumentierung immer wieder neue Klangfarben entstehen zu lassen – eine gern angenommene Herausforderung für renommierte Orchester wie die Berliner und Wiener Philharmoniker, das Leipziger Gewandhausorchester und die Staatskapelle Dresden, die neben anderen auf den Aufnahmen der Acht-CD-Box zu hören sind. Dass das Ergebnis auch im Wohnzimmer nichts von seiner Strahlkraft einbüßt, dafür trägt das neue AMSI-Verfahren Sorge: So können die musikalischen Gemälde des Fin de Siècle nun auch ganz bequem zu Hause in beeindruckendem Raumklang genossen werden.