Klassik Newsletter

Sie wollen immer aktuell informiert sein? Unser Newsletterservice versorgt Sie wöchentlich mit allem zum Thema klassische Musik.

OK

Nichts verpassen

Nutzen Sie KlassikAkzente Online auch wenn Sie nicht auf unserer Seite sind:
Social Networks:

Artikel

31.10.2013
Virtuoso

Große Klassik mit Virtuoso entdecken

Virtuoso, Große Klassik mit Virtuoso entdecken © Deutsche Grammophon Die Serie Virtuoso

Die Serie Virtuoso wendet sich an Neulinge in der Welt der Klassik, die Gattungen, Epochen, Künstler und Personalstile kennenlernen möchten. Im Fokus stehen Meisterwerke großer Komponisten aller Epochen von Bach bis Wagner sowie bedeutende Einspielungen von führenden Orchestern und Interpreten. Das Begleitheft jedes Titels bietet neben Lebensläufen und Hintergründen der Werkentstehung auch weiterführende Hörempfehlungen. Im Klassikherbst 2013 erscheinen vier Folgen von Virtuoso. Wir stellen sie im Folgenden kurz vor.

Händels Oratorium "Messiah"

Georg Friedrich Händels "Messiah" ist ein begeistertes Glaubenszeugnis und eines der größten und beliebtesten aller geistlichen Chorwerke. Beim Einsatz von Solisten und Chören in diesem Oratorium zeigt Händel ein untrügliches Gespür für Timing und Proportion. Das 1741 komponierte Werk beinhaltet eine Fülle herrlicher Arien, die stark in Stimmung und Machart variiieren: von der prächtigen Da-capo-Arie "He was despised" bis zum schlichten Lyrizismus von "How beautiful are the feet". Nicht weniger eindrucksvoll sind die großartigen Chöre, in denen zeremonielle Musik oft mit kunstvoll ausgearbeiteter Kontrapunktik kombiniert wird. Im "Messiah" zeigt Händel, dass sich Freude und Ehrfurcht in der religiösen Erfahrung verbinden können. Das Werk wird erstmals in der Serie Virtuoso vorgestellt, in einer Einspielung aus dem Jahr 1997 von Les Musiciens du Louvre unter der Leitung von Marc Minkowski. Es singen unter anderem Nicole Heaston, Magdalena Kožená und John Mark Ainsley.

Tschaikowskis Ballettmusik zu "Der Nussknacker"

Peter I. Tschaikowski schrieb das Ballett "Der Nussknacker", basierend auf E.T.A. Hoffmanns Kunstmärchen über ein kleines Mädchen und dessen Weihnachtsgeschenk, am Ende seines Lebens, in einer Zeit stetig zunehmender Depressionen. Doch dieses Werk gibt keinen Hinweis auf den Kummer des russischen Komponisten. Es beschwört vielmehr eine Welt der Unschuld herauf, in der alles so ist, wie es sein sollte. "Der Nussknacker" enthält einige der beliebtesten Melodien Tschaikowskis. Im "Tanz der Zuckerfee" etwa erklingt das wohl berühmteste Thema, das je auf einer Celesta gespielt wurde -  ein zur Entstehungszeit des Werks noch kaum bekanntes Instrument, dessen Einsatz Tschaikowski krampfhaft vor seinen Rivalen zu verheimlichen suchte. Virtuoso präsentiert eine 1986 entstandene Aufnahme der Berliner Philharmoniker unter dem Dirigat von Semyon Bychkov.

Werke von Vivaldi

Antonio Vivaldi war einer der produktivsten Komponisten des 18. Jahrhunderts. Sein gewaltiges Oeuvre beinhaltet mehr als 500 Concerti und nicht weniger als 46 Opern. Nach dem Tod Vivaldis geriet seine Musik für etwa einhundert Jahre fast vollständig in Vergessenheit. Sie wurde dank des neu erwachenden Interesses an der Musik Bachs, einem großen Bewunderer und eifrigen Studenten der Kunst Vivaldis, wiederentdeckt. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Vivaldi ein Insidertipp. Doch seine "Vier Jahreszeiten" haben sich unaufhaltsam ihren Weg gebahnt. Heute ist dieses Werk wohl das populärste Musikstück im gesamten Repertoire der Klassik. Virtuoso stellt die "Vier Jahreszeiten" und Auszüge aus anderen Werken Vivaldis vor. Die Interpretationen stammen von Maurice André (Trompete), Göran Söllscher (Gitarre), Lisa Beznosiuk (Flöte) sowie Dirigent Trevor Pinnock und The English Concert & Choir.

Ausgewählte Klavierstücke von Chopin

In André Gides Roman "Die Falschmünzer" lässt sich ein betagter Abt Noten bringen, wenn er das Bett hüten muss, nicht etwa Werke der Kirchenväter oder andere Bücher. „‚Und was glauben Sie wohl, was ich mir da bringen lasse?‘“, fragt er einen Besucher. „‚Keineswegs Bach, nicht einmal Mozart – sondern Chopin (...) Das ist die reinste Musik.‘“ Frédéric Chopins Kunst beschränkte sich fast ausschließlich auf das Klavier. Diesem Instrument widmete er sein gesamtes Leben als Pianist und Komponist. Viele Werke Chopins vermitteln den Anschein eines fließenden Stroms, meint Gide. Der französische Schriftsteller sah das Einzigartige dieser Musik in der „Geschlossenheit des Melodiebaus, im unspürbaren, unbemerkten Gleiten von einem Melodieglied in ein anderes“. Virtuoso präsentiert eine Auswahl von Mazurken, Nocturnes, Walzern und Préludes, gespielt von Claudio Arrau und Vladimir Ashkenazy.