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15.10.2013
Claudio Abbado

Neu in der Serie Eloquence: Der Berliner Beethoven-Zyklus von Claudio Abbado

In der Serie Eloquence erscheint der 1999/2000 entstandene Beethoven-Zyklus von Claudio Abbado und den Berliner Philharmonikern – jetzt erstmals mit AMSI-Surround-Remastering.

Claudio Abbado, Der Berliner Beethoven-Zyklus von Claudio Abbado © Felix Broede / DG Claudio Abbado

Schon zum Zeitpunkt seines Dienstantritts bei den Berliner Philharmonikern im Jahr 1989 trägt Claudio Abbado den Plan in sich, Beethovens Symphonien mit dem Orchester komplett einzuspielen. In einem halben Jahr voll intensiver Arbeit, zwischen Dezember 1999 und Mai 2000, wird dieser Wunsch klingende Wirklichkeit. 15 Jahre nach seinem letzten Beethoven-Zyklus unter Herbert von Karajan macht sich Deutschlands Vorzeige-Orchester wieder ans symphonische Vermächtnis von Beethoven.

Frisch und unbefangen
Die Hälfte der an den Aufnahmen beteiligten Musiker war erst in den zehn Jahren seit Abbados Übernahme zum Orchester gestoßen, unter Karajan also gar nicht mit von der Partie gewesen. So gelingt ein frischer, unbefangener Blick auf diese unvergänglichen Meisterwerke, geleitet von der immensen musikalischen Erfahrung Abbados, der sich schon seit Jahrzehnten mit Beethovens Partituren auseinander gesetzt hat.

Jahrzehntelange Auseinandersetzung
„Als Jugendlicher in Mailand habe ich die Werke studiert und mit verschiedenen Dirigenten gehört. Im Studium habe ich die in Wien liegenden Orchesterstimmen, von Beethovens eigener Hand geschrieben, analysiert. Auch jetzt habe ich, auf der Grundlage der neuen Ausgabe von Jonathan de Mar, mir alle Notentexte noch einmal genau angeschaut und dann versucht, jeweils aus den Prinzipien der musikalischen Logik heraus zu entscheiden, was an einer Stelle genau gespielt wird“, sagt der Maestro über seinen Zyklus mit den Berliner Philharmonikern.

Vorbild Furtwängler
Für Abbado zählt eben nicht bloß der historisch korrekte Blick, sondern eine musikalisch lebendige Vergegenwärtigung der Partitur. So erstaunt es kaum, dass ein großer Vorgänger im Berliner Amt zu seinen besonderen Vorbildern gehört: Furtwängler. „Für mich war Wilhelm Furtwängler immer der größte Beethoven-Interpret, auch wenn man heute über manches bei ihm diskutieren kann, wie beispielsweise über die Tempi.“

Jetzt in Surround
Gerade in seiner Begeisterung für die spontane Schöpfung aus dem musikalischen Augenblick heraus weiß sich Abbado mit Furtwängler einig, dem alle Pedanterie ein Greuel war. Der Musikfreund kann sich sicher sein: Auch im „Tatatatam“ der Fünften gelang es Abbado und den Berliner Philharmonikern, bis dato Ungehörtes zu Tage zu fördern - in einer Lebendigkeit, die man jetzt erstmals mit neuem AMSI-Remastering für die Wiedergabe in Surround Sound zum günstigen Preis in der Serie Eloquence erleben kann.