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26.09.2013

Swing, Soul und R’n’B im Weißen Haus – Der Soundtrack zum neuen Film "Der Butler"

Lee Daniels erzählt in seinem neuen Film "Der Butler" die Geschichte von Cecil Gaines, einem schwarzen Butler im Weißen Haus. Der Soundtrack zum Film erscheint nun bei Decca zeitgleich zum Kinostart.

Swing, Soul und R’n’B im Weißen Haus – Der Soundtrack zum neuen Film Der Butler © Decca "The Butler"

Wie Forrest Gump erzählt Cecil Gaines in "Der Butler" das amerikanische zwanzigste Jahrhundert im Schnelldurchlauf. Im Unterschied zum Pralinenschachtelmann sind es bei "Der Butler" jedoch keine fiktiven Anekdoten, sondern die reale amerikanische Geschichte aus der Sicht eines schwarzen Butlers im Weißen Haus, der in über dreißig Jahren Dienstzeit nicht nur acht verschiedene Präsidenten bewirtete, sondern hautnah die amerikanischen Rassenkonflikte und die wichtigsten politischen Ereignisse miterlebte. Danni Strong ließ sich in seinem Buch "The Butler", auf das der Film beruht, von der Lebensgeschichte des real existierenden Butlers Eugene Allen inspirieren.

Decca nutze die Gelegenheit, diese Spritztour quer durch die amerikanische Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts mit einem Soundtrack zu untermalen, der die besten Grooves und Sounds aus Swing, Soul, R´n´B und Jazz vereint. Doch nicht nur das: Der portugiesische Filmkomponist Rodrigo Leão umrahmte den Soundtrack mit eigens für "Der Butler" geschriebenen Stücken und gab ihm den Klang eines großen Swing-Orchesters – eingespielt an keinem geringeren Ort als den Abbey Road Studios in London.

Dieser volle Klang des Sinfonieorchesters entführt den Hörer schon beim ersten Titel "Louis Leaves" in die Welt des schwarzen Butlers und wirkt wie eine Ouvertüre zur vielfältigen und unglaublichen Geschichte, die Cecil Gaines zu erzählen weiß. Gleich danach wird man von der eindringlichen Stimme der Soul-Königin Gladys Knight gepackt, die gefühlvoll "You And I Ain’t Nothin’ No More" vorträgt. Das von Lenny Kravitz arrangierte und produzierte Lied ist gleich zweimal in verschiedenen Versionen von Gladys Knight auf dem Soundtrack zu hören und bildet dadurch das musikalische Leitmotiv des Films.

Auf vierzehn Tracks führt die Filmmusik durch die Entwicklung afroamerikanischer Musikkultur dieser Zeit, zu der Blues, Soul, R´n´B und Jazz gehören – analog zum im Film gezeigten geschichtlichen Schnelldurchlauf. Zurück ins Detroit der 1950er Jahre geht es mit "I'm Determined To Run This Race" von den Meditation Singers – Gospel vom Feinsten. Konsequenterweise folgt auf der Kompilation die Gospel- und R´n´B-Koryphäe Faye Adams mit "Hurts Me To My Heart". "I'll Close My Eyes" von Dinah Washington, "Family Reunion" von The O’Jays und "Out Of Sight" von James Brown sind nur einige der vielen Klassiker, die auf dem Soundtrack von "Der Butler" folgen.

So wie Filmkomponist Rodrigo Leão die Filmmusik einleitete, rundet er sie mit dem letzten Track "The Butler" wieder ab – diesmal sind es jedoch nicht leise Töne, sondern majestätische Klänge, die der Lebensgeschichte des langjährigen Dieners des Weißen Hauses, die von Sklaverei, Bürgerrechtsbewegungen, Black Panther, Vietman-Krieg, Ku-Klux-Klan und vielen weiteren Ereignissen erzählen kann, ein würdevolles Ende gewähren.