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20.06.2013

Saitiger Groove – Klassiker spielen Rock

Auf Rock meets Classic widmen sich Klassiker wie David Garrett sowie renommierte Sinfonieorchester den Hits großer Rockbands wie Pink Floyd, Nirvana oder den Beatles.

Saitiger Groove – Klassiker spielen Rock David Garrett / Lindsey Stirling

Klassik und Rock werden gerne in den Kategorien E- und U-Musik zu Gegenspielern stilisiert. Dass das nicht ganz der Realität entspricht, beweist die neue Zusammenstellung der Deutschen Grammophon, auf der renommierte Sinfonieorchester sich den Hits großer Rockbands wie Pink Floyd, Nirvana oder den Beatles widmen. Mit Erfolg, der sich hören lässt.

Der Geiger David Garrett, der geradezu die Personifikation der Klassik-Pop-Grenzüberschreitung ist, eröffnet die CD. Mit Coldplays „Viva la Vida“ beweist er, wie groovig und tanzbar Klassik sein kann. Auf Gitarren wird hier trotzdem nicht verzichtet, die Klänge des Sologeigers,des Orchesters und der Band mischen sich, als gehören sie von jeher zusammen. Weiter geht es mit einem Orchester, das sich genau auf diese Mischung spezialisiert hat – das International Classic Rock Orchestra unter der Leitung von James Morgan. Als Profis vom Fach nehmen sie mit 10 Titeln den Löwenanteil der beiden CDs ein und spielen Lieder von U2, Nirvana, Oasis,Bon Jovi, Snow Patrol, Coldplay, Paul McCartney, Queen, den Manic Street Preachers und Aerosmith.

Doch auch klassische Musiker, die sonst eher auf Barock bis Romantik spezialisiert sind, haben sich einen Ausflug ins Rockige erlaubt. So spielen sich die Wiener Symphoniker in acht Liedern quer durch die Rock- und Popgeschichte, von Tina Turners „Golden Eye“ bis Brian Adams´ „Everything I Do“. Der Spaß am Neuen ist ihnen deutlich anzuhören. Ebenso auch dem London Philharmonic Orchestra, das Pink Floyd und Led Zeppelin im klassischen Gewand zum Besten gibt oder das Prager Symphonieorchester, das gemeinsam mit Nigel Kennedy die erste CD mit „The End“ von The Doors abrundet.

Auf dem zweieinhalbstündigen Doppelalbum finden sich nicht nur Klassik-Stars,die Rock und Pop spielen, sondern auch Popbands, die mit klassischen Instrumenten rocken, so zum Beispiel die australisch-britische Girlgroup Bond, die als Streichquartett Rockmelodien spielt. Auf „Rock meets Classic“ sind die vier Mädels mit Led Zeppelins „Kashmir“ zu hören. Auch die finnischen Cellisten von Apocalyptica dürfen auf diesem Sampler nicht fehlen und sind mit einem Cover von Metallicas „The Unforgiven“ vertreten. Die Königin des Crossover-Geschäfts schlechthin – Vanessa Mae – spielt auf ihrer schnellen Teufelsgeige „Hocus Pocus“ von Focus, ohne dass der Humor des Originals auf der Strecke bleibt. Durch ihr poppiges Geigenspiel bekannt geworden ist auch Lindsey Stirling. Bei America´s Got Talent machte sie sich als Hip-Hop-Violinistin einen Namen, auf Rock meets Classic zeigt sie mit ihrem eigenen Werk „Crystallize“ die groovige Saite der Geige. Unbedingt hörenswert!