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07.05.2013

Ein Duo mit telepathischem Verständnis - Das neue Album “Transylvanian Concert” von Lucian Ban & Mat Maneri

Auf seinem ersten ECM-Album “Transylvanian Concert” präsentiert sich der rumänische Pianist Lucian Ban im Duo mit dem Bratschisten Mat Maneri.

Mat Maneri, Ein Duo mit telepathischem Verständnis © Claire Stefani / ECM Records Lucian Ban, Mat Maneri

Mit “Transylvanian Concert” gibt der aus Rumänien stammende, aber seit 1999 in NewYork lebende Pianist und Komponist Lucian Ban seinen Einstand beim ECM-Label. Und sein Partner ist dabei der amerikanische Bratschist Mat Maneri, mit dem er 2009 erstmals zusammenarbeitete. So wie Ban ist auch Maneri mit einem Bein im Jazz verankert und mit dem anderen in der klassischen Kammermusik. Ihr Programm setzte sich aus balladesken Eigenkompositionen, Blues-Nummern und abstrakten Improvisationen zusammen und wird gekrönt durch Maneris unter die Haut gehende Solodarbietung des alten Spirituals “Nobody Knows The Trouble I’ve Seen”. In ihrer Musik verbindet das ungewöhnliche Gespann die Freiheiten der Jazzimprovisation mit den Strukturen und der Dynamik europäischer Kammermusik. Ihr Duo-Konzert entstand ganz spontan im Anschluss an eine Europatournee, die beide im Sommer 2011 mit dem “Tarkovsky Redux”-Projekt unternahmen. Ein lokaler Veranstalter, der sie dabei erlebte und begeistert war, engagierte sie kurzerhand für einen Auftritt im Kulturpalast von Targu Mures in Transsilvanien. Nicht weit davon entfernt war Lucian Ban in den frühen 1970er Jahren aufgewachsen.

“Strukturen kann man einstudieren, Freiheit erlangt man eher instinktiv”, sagt Luican Ban. “Ich denke, dass es keinen essentiellen Unterschied zwischen Kompositionen und Improvisationen gibt. Großartige Musiker schaffen es, die Trennungslinie zwischen ihnen komplett auszulöschen... ihre Improvisationen klingen wie Kompositionen und umgekehrt.” Und dies gilt ganz sicher für die Stücke, die das Duo bei seinem “Transylvanian Concert” spielte. Als Ban die Kompositionen schrieb, hatte er stets Mat Maneri und den außergewöhnlich flüssigen, dunklen Klang seiner Bratsche im Hinterkopf. “Ellington schrieb immer speziell für Harry Carney und nicht einfach für ein Baritonsax”, erinnert Ban, bevor er darauf hinweist, dass die Musik dieses Albums den letzten, entscheidenden Schliff aber erst im Prozess seiner Aufführung erhielt. “Mat und ich haben ein telepathisches Verständnis, und ein Großteil der Musik entsteht erst, während wir sie spielen.”