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05.10.2004
Sergiu Celibidache

Biografie Oktober 2004

Biographie
Sergiu Celibidache

"Ich hasse den Personenkult, den man um Dirigenten macht. Ich gebe keine Autogramme, keine Interviews, ich mache keine Schallplatten ..." Kaum ein Dirigent war so charismatisch wie Sergiu Celibidache, und kein anderer war in seiner Kritik gegenüber dem modernen Musikleben so sehr von Verweigerung geprägt. Dass "Celis" Kunst heute, acht Jahre nach seinem Tod 1996, trotzdem auf CD präsent ist, verdanken wir der Tatsache, dass der Dirigent, seit 1979 Chef der Münchner Philharmoniker, durchaus Live-Aufnahmen für den Bayerischen Rundfunk machte. Dieses von Sergiu Celibidaches Sohn autorisierte Vermächtnis erscheint seit 1997 bei EMI Classics.

Der zu den größten Dirigenten des 20. Jahrhunderts zählende Sergiu Celibidache wurde 1912 im rumänischen Roman geboren. Er studierte in Berlin Mathematik, Philosophie und Musik bei Heinz Tiessen und Walter Gmeindl. Mit 33 Jahren wurde ihm, dank seiner außergewöhnlichen musikalischen Begabung, die Leitung der Berliner Philharmoniker übertragen (1945-52), da Wilhelm Furtwängler wegen seiner Entnazifizierung noch nicht dirigieren durfte. Nach vielen Wanderjahren durch Europa und Südamerika vornehmlich als Gastdirigent bei internationalen Rundfunk-Orchestern übernahm er 1972 die Künstlerische Leitung des Stuttgarter Radio-Sinfonieorchesters, 1979 dann der Münchner Philharmoniker. Als Münchner Generalmusikdirektor führte er "sein" Orchester in die internationale Weltelite und widmete sich vorwiegend den Werken Anton Bruckners (Vol. II der Celibidache-Edition bei EMI Classics).

Die vierte Celibidache-Box mit 15 CDs (Oktober 2004) enthält einen bisher kaum beachteten Bereich des "Celi"-Nachlasses: große Werke der Chormusik. Bachs H-moll-Messe, die Requiem-Vertonungen von Mozart, Fauré und Verdi sowie Strawinskys Psalmensinfonie sind Höhepunkte dieses Genres. Darüber hinaus enthält die Sammlung auch wieder großes sinfonisches Repertoire: Tschaikowskys Sinfonie Nr.4, die Sinfonien Nr.1 und 6 von Prokofieff sowie die Sinfonien Nr.1 und 9 von Schostakowitsch bieten einen russischen Schwerpunkt, eine Reihe von Ouvertüren von Rossini, Verdi, Mozart, Schubert und Johann Strauß II zeigt Celibidache als Operndirigent. Die Aufnahmen entstanden zwischen 1983 und 1995; sie dokumentieren damit die "goldenen Jahre" von "Celis" Arbeit in München.

Stand: Oktober 2004

EMI Classics Germany
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