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07.06.2006
Fritz Wunderlich

Biografie: Juni 2006

Biografie
Fritz Wunderlich (Tenor)

Fritz Wunderlich (1930-1966) besaß mit seiner über viele Oktaven gehenden Stimme eine der schönsten deutschen Belcanto-Stimmen seiner Zeit. Bis heute gilt er als einer der besten lyrischen Tenöre des 20. Jahrhunderts. Neben seinem sängerischen Können war es vor allem auch seine Gestaltungsfähigkeit, die ihm Bewunderung einbrachte. Seine umfangreiche Diskographie umfasst hundert Werke aus den Bereichen Oper, Oratorium, Operette und Lied, aber auch Unterhaltungsmusik. Aktuell ist in der bei EMI Classics neu aufgelegten "Champagner-Serie" Anfang Juni 2006 eine Compilation mit Fritz Wunderlichs Paradepartien aus dem Operettenfach erschienen.

Der am 26. September 1930 in der pfälzischen Kreisstadt Kusel geborene Fritz Wunderlich war der Sohn eines Kapellmeisters und einer Geigerin. Von 1950 bis 1955 studierte er an der Freiburger Musikhochschule bei Margarethe von Winterfeldt. 1955 gab er sein Operndebüt am Württembergischen Staatstheater in Wagners "Meistersinger" und wirkte im selben Jahr als Tamino in Mozarts "Zauberflöte" an der Stuttgarter Oper mit. Letztere Partie wurde fortan seine Paraderolle. In den folgenden Jahren erweiterte er an der Stuttgarter Oper sein Repertoire, u.a. auch in schwierigen Partien wie dem blinden Seher in der Uraufführung von Carls Orffs "Oedipus der Tyrann". Seit 1959 trat er regelmäßig als Gast bei den Salzburger Festspielen auf. Hier hatte er ein Jahr zuvor unter dem Dirigat von Karl Böhm in Richard Strauss' "Die schweigsame Frau" (in der Rolle des Henry) debütiert. Die Presse feierte ihn als große Entdeckung, "ein junger Tenor mit schlanker, leuchtender Stimme, die auf ‚unendlichem' Atem ruhend, technisch in ‚Feinstufenschaltung' geführt wird und Übergänge aller Arten und Lagen mühelos bewältigt: ein idealer Sänger!" Es folgten Engagements an die Bayerische Staatsoper, München, wo er ab 1960 als festes Ensemblemitglied verpflichtet wurde, und an die Wiener Staatsoper, dessen Ensemble er von 1963 bis zu seinem Tod angehörte. 1965 gab er den Don Ottavio an Covent Garden in London und ein Jahr später trat er bei einem Gastspiel mit dem Württembergischen Staatstheater bei den Edinburgher Festspielen auf, wo er als Tamino in der "Zauberflöte" mitwirkte.

Fritz Wunderlich überzeugte in Buffa-Opern ebenso wie in modernen Partien wie der des jungen Offiziers Christoph von Ried in der Uraufführung der vom Komponisten Werner Egk selbst dirigierten Oper "Die Verlobung in San Domingo" (Regie: Günther Rennert). Einer der Höhepunkt seiner Karriere war darüber hinaus die Verkörperung der Titelrolle in Hans Pfitzners "Palestrina" an der Wiener Staatsoper.
Opern- und Lied-Gesang vermochte Fritz Wunderlich klar zu trennen. Wusste er auf der Bühne als Sänger und gleichzeitig als Schauspieler zu überzeugen, so verzichtete er in seiner Lied-Gestaltung konsequent auf jeden opernhaften Effekt. Begeistert nahmen Publikum und Presse seine Wiener Lieder-Abende auf. Höchstes Lob erntete er vor allem mit Schumanns "Dichterliebe" und der "Schönen Müllerin".

Sein Debüt an der New Yorker Met war bereits fest geplant, doch dann stürzte Fritz Wunderlich im Hause von Freunden von einer Treppe und zog sich eine schwere Kopfverletzung zu. Wenige Tage später, am 17. September 1966 - kurz vor seinem 36. Geburtstag - starb er an den Folgen des Unfalls.

Stand: Juni 2006
Weitere Informationen finden Sie unter
www.emiclassics.de & www.fritz-wunderlich-ges.com




EMI Classics Germany
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