Klassik Newsletter

Sie wollen immer aktuell informiert sein? Unser Newsletterservice versorgt Sie wöchentlich mit allem zum Thema klassische Musik.

OK

Nichts verpassen

Nutzen Sie KlassikAkzente Online auch wenn Sie nicht auf unserer Seite sind:
Social Networks:

Artikel

08.03.2013
Richard Wagner

Das Beste von Wagner - „Wagner Heavy Classix“

Die 2CD-Box „Wagner Heavy Classix“ überwältigt mit einer Auswahl der schönsten Wagner-Melodien - energetisch wie das Cover im Metallic-Look.

Richard Wagner, Das Beste von Wagner Wagner Heavy Classix - The Ultimate Collection

Richard Wagner ist Mainstream. Auch wer nie in Bayreuth gewesen ist, noch nie eine Wagner-Oper gehört oder gar einen Konzertsaal von innen gesehen hat, kennt die Musik des großen Komponisten. Den Beweis tritt die im energetischen Metallic-Look gestaltete Kollektion „Wagner Heavy Classix“ an, die passend zum Wagner-Jahr 2013 eine Zusammenstellung der bekanntesten Wagner-Melodien präsentiert.

In Wagners Schaffen, so erkannte schon der schärfste Kritiker der „Kulturindustrie“ Theodor W. Adorno, ereignete sich „die Geburt des Films aus dem Geiste der Musik“. Wagners Musik hat die Filmkultur von Anfang an mitgeprägt. Ohne seine Leitmotivtechnik ist die Entwicklung der Filmmusik beinahe undenbkar. Zahlreiche Klassiker wie Charlie Chaplins „Großer Diktator“, Billy Wilders „Liebe am Nachmittag“ oder Francis Ford Coppolas „Apocalypse Now“ setzten auf die Wirkungsmacht der Musik Wagners. Heute sind Wagner-Klänge und -anklänge im Kino wohl so allgegenwärtig wie nie.

Die vielleicht bekanntesten Beispiele der Gegenwart sind Peter Jacksons Kinotrilogie „Herr der Ringe“ und Lars von Triers „Melancholia“. Filmkomponist Howard Shore, der zuletzt auch die Musik für „Der Hobbit“ komponierte, erhielt ganze drei Oscars für die Filmmusik zu „Herr der Ringe“. Der Schlüssel zum Erfolg: Wagners Leitmotivtechnik. Die Musik im „Herrn der Ringe“ summiert sich auf mehr als zehn Stunden Spielzeit und über 90 Leitmotive. Als wichtigste Inspirationsquelle benennt Shore das „Rheingold“ von Richard Wagner.

Die bislang verführerischste und bild-schönste Vision des Weltuntergangs lieferte der dänische Regisseur Lars von Trier mit seinem Drama „Melancholia“ ab. Trier ist eigentlich dafür bekannt, in seinen Filmen kaum Hintergrundmusik zu verwenden. Doch mit „Melancholia“ wollte er „kopfüber in den Abgrund der deutschen Romantik tauchen“, so Trier. Und dafür wählte der Regisseur das Vorspiel aus Wagners „Tristan und Isolde“. Über den Einsatz des Stücks in seinem opulenten Film sagt er: „Wir haben uns darin gewälzt.“

„Wagner Heavy Classix“ macht den Einstieg in Wagners Universum spielend leicht. Die Doppel-CD beinhaltet u.a. den „Walkürenritt“, das Vorspiel und den Brautchor aus „Lohengrin“, das „Siegfried-Idyll“ sowie das Vorspiel und den Liebestod aus „Tristan und Isolde“. Für Interpretationen auf höchstem Niveau stehen große Namen wie Herbert von Karajan, Birgit Nilsson und Karl Böhm.