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24.01.2013
Eleni Karaindrou

Eleni Karaindrous neues Album 'Concert in Athens' mit Jan Garbarek

Eleni Karaindrou, Triumphale Rückkehr © Pepi Loulakaki/ ECM Records Eleni Karaindrou

Eine Sache ist es, zwei Weltstars zu Aufnahmen in ein Studio zu lotsen. Eine andere Geschichte, sie zu einem gemeinsamen Konzert auf die Bühne zu holen. Genau dies ist der griechischen Komponistin und Pianistin Eleni Karaindrou gelungen, als sie im November 2010 ihr außergewöhnliches “Concert In Athens” gab, das ECM nun auf dem gleichnamigen Album einem breiteren Publikum erschließt. Fünf Jahre nach dem denkwürdigen Konzert mit der Sängerin Maria Farantouri, dessen Mitschnitt unter dem Titel “Elegy Of The Uprooting” veröffentlicht wurde, feierte Karaindrou mit einem neuen Programm und dem Camerata Friends of Music Orchestra unter Alexandros Myrat eine triumphale Rückkehr auf die Bühne der Athener Megaron-Konzerthalle. Zu den bewegendsten Momenten tragen nicht zuletzt die beiden eingangs erwähnten Stargäste bei: Kim Kashkashian und Jan Garbarek.

Die amerikanische Bratschistin und der norwegische Saxophonist hatten in der Vergangenheit bereits bedeutende Beiträge zu Karaindrous Musik geleistet. Garbarek spielte mit Karaindrou die Musik zum Film “Der Bienenzüchter” ein, die 1991 von ECM auf dem Album “Music For Films” veröffentlicht wurde. Und Kashkashian war 1994 Protagonistin auf dem Album “Ulysses’ Gaze”, das den Soundtrack zu Theodoros Angelopoulos’ gleichnamigem Film lieferte. Themen dieser beiden, aber auch anderer Angelopoulos-Filme wurden eigens für das Athener Konzert von Karaindrou noch einmal neu bearbeitet. Ein weiterer Schwerpunkt liegt diesmal bei Arbeiten, die sie für Theateraufführungen von Stücken von Arthur Miller (“Tod eines Handlungsreisenden”), Tennessee Williams (“Die Glasmenagerie”) und Edward Albee (“Wer hat Angst vor Virginia Woolf?”) komponierte.

“Jeder meiner Kompositionen scheint Teil eines Mosaiks zu sein, das erst im Laufe der Jahre langsam seine wahre Gestalt annimmt”, hat Karaindrou einmal gesagt. Mit “Concert In Athens” erhält man nun das bislang wohl kompletteste Bild von ihrer kompositorischen Kreativität.