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10.12.2012
Riccardo Chailly

Chailly feiert Verdi

Riccardo Chailly, Viva Verdi! © Decca/Mat Hennek Riccardo Chailly

Zwei bedeutende Jahrestage bilden den Hintergrund der neuen Aufnahme von Riccardo Chailly: Der italienische Dirigent feiert 200 Jahre Verdi und den eigenen 60. Geburtstag mit einem Album, das meisterhafte Ouvertüren und Vorspiele aus den Opern seines großen Landsmanns präsentiert.

Text: Jörg Ehlert | Foto: Mat Hennek

Riccardo Chailly, gerade als „Dirigent des Jahres“ mit dem ECHO Klassik 2012 ausgezeichnet und einer der führenden Vertreter seiner Zunft, erlernte sein Handwerk als Assistent Claudio Abbados an der Mailänder Scala während der 1970er Jahre. Seine Interpretationen von Verdis Musik haben sich im Verlauf von über 40 Jahren ausgeformt – geprägt durch die anfängliche Arbeit an der Scala, einem Haus, das wie kein anderes für gelebte Verdi-Tradition steht, und stetig verfeinert im Zuge umjubelter Aufführungen und preisgekrönter Aufnahmen. Darunter die Gesamtaufnahme von “Rigoletto” mit Luciano Pavarotti und Leo Nucci, die Messa solennes und andere gesitliche Werke sowie ein Album mit Verdi-Raritäten.

Anlässlich des bevorstehenden Verdi-Jahres besuchte der amtierende Leipziger Gewandhauskapellmeister seine Heimatstadt Mailand, um eine Auswahl von Ouvertüren und Vorspielen sowie Ballettmusiken mit der Filarmonica della Scala einzuspielen. Das resultierende Album „Viva Verdi“ ist Chaillys fünfte Aufnahme mit dem Orchester für das Klassiklabel Decca.

Während die meisten seiner Ouvertüren der Konvention folgten und Melodien aus der sich anschließenden Oper vorstellten, präsentierte Verdi diese doch oft in modifizierter Form und machte gezielten Gebrauch von vielfältigen Orchesterfarben und harmonischen Kontrasten. Die von Riccardo Chailly vorgenommene Werkauswahl umspannt das Oeuvre von den frühen bis zu den späten Jahren von Giuseppe Verdis Karriere und zeichnet die Entwicklung des visionären Orchestereinsatzes des Komponisten in seinen Opern nach.

Die perfekte Kombination von Verdi, Chailly und dem Orchester der Mailänder Scala – drei Ikonen der italienischen Opernkultur – macht dieses Album zum Erlebnis: von der unheilvollen Opern-Sinfonia zu „La forza del destino“ und den Vorspielen zu „La traviata“, “I vespri siciliani” und „Aida“ bis hin zu den weniger bekannten Vorspielen zu „Alzira“, „Il corsaro“ und „Giovanna d'Arco“ sowie der Ballettmusik aus “Jérusalem”.