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10.12.2012

Nietzsche und Wagner - Zwischen Freundschaft und Hassliebe

Nietzsche und Wagner Friedrich Nietzsche und Richard Wagner

Wagner und Nietzsche verband eine tiefe Freundschaft, aus der im Laufe der Jahre und der unterschiedlichen Entwicklungen dieser beiden Persönlichkeiten eine regelrechte Hassliebe erwuchs. Kerstin Decker hat die Geschichte dieser ambivalenten Beziehung in ihrem Buch „Nietzsche und Wagner“, erschienen im Propyläen Verlag, eindrucksvoll nachgezeichnet.

Text: Dorle Elmers | Foto: Decca

Welch unterschiedliche musikalische Welten hier aufeinandertrafen – oder einander ergänzten –, kann man nur hörend erleben. In dem Doppelalbum Nietzsche und Wagner zum gleichnamigen Buch wird Wagners Musik Kompositionen von Nietzsche gegenübergestellt: Das „Siegfried-Idyll“, Auszüge aus „Tristan und Isolde“ und dem „Rheingold“ treffen auf Lieder und Klavierstücke Nietzsches.

Was nur wenigen bekannt ist: Der Philosoph, der so vieles über Musik schrieb und sagte, drückte sich auch in Musik aus. Bis heute sind Nietzsches Kompositionen ein Stiefkind des Konzertsaals. Wie sehr eine Auseinandersetzung mit ihnen lohnt, offenbart die Interpretation des legendären Liedsängers Dietrich Fischer-Dieskau. Große Stimmen wie Kirsten Flagstad, Marga Höffgen, Wolfgang Windgassen und Hans Hotter, begleitet von den Wiener Philharmonikern unter Sir Georg Solti, vermitteln die musikalische Welt Wagners. In der Gegenüberstellung erscheint auch Wagners Klangkosmos in einem neuen Licht.