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10.12.2012
Janine Jansen

Janine Jansen spielt Schönberg und Schubert

Janine Jansen, Intensiv und intim © Sara Wilson Janine Jansen

Janine Jansen wurde von RBB Kulturradio für ihre unlängst erschienene Aufnahme von Prokofieffs Violinkonzert in g-moll als „denkbar konsequenteste und vertrauenswürdigste Musikerin der Gegenwart“ gelobt. Nun legt sie mit dem Album „Schönberg: Verklärte Nacht / Schubert: Streichquintett“ ein gelungenes Komplement mit Gipfelwerken der Kammermusik vor, das sie mit befreundeten Interpreten aufgenommen hat.

Text: Jörg Ehlert | Foto: Sara Wilson

Als Kuratorin des Internationalen Kammermusikfestivals Utrecht ist das Adressbuch der Geigerin mit Musikern von Weltrang gefüllt. Für die vorliegende Einspielung, mitgeschnitten bei einem umjubelten Konzert in Dortmund im Mai 2012, versicherte sie sich der hingebungsvollen Unterstützung eines brillanten Ensembles, bestehend aus den Geigern Boris Brovtsyn und Amihai Grosz, den Cellisten Torleif Thedéen und Jens Peter Maintz sowie dem Bratschisten Maxim Rysanov.

Mit dem Streichsextett “Verklärte Nacht” von Arnold Schönberg und Franz Schuberts Streichquintett in C-Dur präsentieren Janine Jansen und ihre Freunde zwei gegensätzliche Meisterwerke: Ein Frühwerk Schönbergs, der hier unter dem Eindruck seiner entflammten Liebe zu Mathilde Zemlinsky die Genres Tondichtung und Kammermusik zu seiner populärsten Komposition verschmolzen hat. Und ein melancholisches und tiefgründiges Spätwerk Schuberts, entstanden in den letzten Lebenswochen des verarmten und von Krankheit gezeichneten Komponisten. Janine Jansen beschreibt beide Werke als “eindrucksvolle Kompositionen aus verschiedenen Epochen, die einander in Bezug auf ihre Intensität und Intimität - und zuweilen auch Zerbrechlichkeit - ebenbürtig sind.”

Das Ensemble um Janine Jansen war in den zurückliegenden Monaten mit diesem Programm auf einer von enthusiastischen Pressestimmen begleiteten Tournee. The Independent nannte die Darbietung von Schönbergs Werk “makellos” und die Schubert-Interpretation “überwältigend”, während The Guardian von einem “wundervoll strukturierten und organischen, absolut atemberaubenden” Schönberg schwärmte und eine Schubert-Version von Janine Jansens Ensemble lobte, “die jahrelang im Gedächtnis bleiben wird.”