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24.10.2012
Richard Wagner

Wir gratulieren den Gewinnern unserer Aktion "Mein MET-Ring"

Richard Wagner, Auswertung unserer Aktion Mein MET-Ring © Brigitte Lacombe / Metropolitan Opera Bryn Terfel in Wagners Ring des Nibelungen

Wir hatten Sie, liebe Klassikakzente-Leser, gebeten, uns Ihre ganz persönlichen Eindrücke zum neuen „Ring des Nibelungen“ aus der Metropolitan Opera zu schicken. Uns erreichten zahlreiche, durchweg begeisterte Einsendungen, von denen wir drei (in z.T. gekürzter Form) hier abdrucken. Die Gewinner erhalten in den nächsten Tagen Post von uns. Herzlichen Dank auch allen anderen Teilnehmern!

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Mit über 16 Millionen Dollar Produktionskosten einschließlich der Bauarbeiten am Bühnenboden geht dieser "Ring" als der Teuerste in der Geschichte der Met ein. Dies hängt mit der 45 Tonnen schweren Konstruktion zusammen, welche über den gesamten Ring-Zyklus das Bühnenbild gestaltet. Diese Konstruktion ist so schwer, dass der Bühnenboden verstärkt werden musste.

Nun, das hervorragende Gesangsensemble bringt außerordentliche aber nicht überraschende Leistung. Vielmehr ist man tatsächlich von dem kostspieligen Bühnenbild überwältigt. Und das ist alles ausgegebene Geld wert.

Was auf der aufgerüsteten Bühne der Met hier geboten wird, sprengt alle Erwartungen und setzt neue Maßstäbe. Was wir zu sehen bekommen, verschlägt einem den Atem. Zum ersten Mal wird das Bühnenbild zur Hauptfigur.

Es ist schon erstaunlich, zu welchen akrobatischen Leistungen die Sängerinnen und Sänger in der Lage und überhaupt bereit sind! Teilweise laufen diese an Seilen gezogen die beinahe senkrechten Planken der Megakonstruktion hoch, während diese sich erst in die Waagrechte begeben, um dann vornüber umzukippen. Alles natürlich elektronisch genau gesteuert. Wir fragen uns: Wie geht es Brünnhilde, die fast zehn Minuten kopfüber hängt? Wie hängt die eigentlich da? In einem Kino würden wir uns keine Gedanken über die sensationellen Effekte machen. Aber das hier ist Bühne, ist echt!

In Sachen Kunst darf Bayreuth gerne mal einen Lehr-Ausflug nach New York starten. Was der neue Ring bietet, ist nicht nur für Wagnerianer ein Leckerbissen.

Diese neue Ring-Inszenierung von Robert Lepage ist ein Ereignis, welches noch nachhaltig wirken wird. Eine Sensation, die man auf die eine oder andere Art sehen muss! Richard Wagner selbst würde sich zu seinem 200. Geburtstag über die grandiose Aufführung freuen.

Jürgen Winterscheidt

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Diese Aufführung ist für mich der Jahrtausendring. Eine großartige Besetzung mit Bryn Teufel und Jonas Kaufmann. Die werktreue Wiedergabe des Ringes in Jahrtausendqualität. Ein fantastisches Bühnenbild, anmutend schöne Kostüme.... Besonders gut gelungen ist der Siegfried. Wagner würde sich freuen, so seinen Siegfried erleben zu dürfen. Stark, etwas übermutig. Eine Götterdämmerung, so schön ist diese Aufführung....

Konrad Sommer

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“Twilight of the Gods” ist eine Macht. Es packt einen - trotz hoher Erwartung - ganz unerwartet und schleppt einen, zieht einen, ja zerrt einen manchmal durch die dichte Klanglandschaft. Eine Achterbahn des Hörgenusses, ein steter Genuss, kein Entrinnen.

Hannah Haase