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22.11.2012
Bryn Terfel

Wagner-Fieber

Das Richard-Wagner-Jahr wirft seine Schatten voraus. Noch knapp zwei Monate und die Musikwelt steht vollends im Wagner-Fieber.

Text: KlassikAkzente | Fotos: Ken Howard / Boris Firquet

Für einige Opernhäuser und Konzertsäle allerdings läuft die Vorbereitung seit längerem auf Hochtouren: in Berlin der Wagner-Zyklus mit Marek Janowski im Konzerthaus am Gendarmenmarkt. 6392,27 km entfernt, über dem Großen Teich, an der New Yorker Metropolitan Opera hat man bereits weltweit für Aufsehen gesorgt mit der Neuproduktion der Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ in den spektakulären Bühnenaufbauten von Robert Lepage und mit einer Besetzung, welche nicht nur das New Yorker Publikum zu Ovationen und Begeisterung hinriss. Anlässlich von zwei Kinoübertragungen des „Rings“ im Rahmen der „Live from the MET“-Serie konnte sich auch das deutsche Publikum in jene Mythenwelt Wagners entführen lassen, die für viele bis auf den heutigen Tag als das Non-Plus-Ultra der Operngeschichte gilt.

Die Deutsche Grammophon hat es geschafft, diesen spektakulären „RING“ für sich zu gewinnen und präsentiert die Geschichte vom Werden und Vergehen Walhalls gleich in drei unter-schiedlichen Formaten. In einer 2-CD-Audio-Version bietet das Doppelalbum „Twilight of the Gods“ repräsentative Ausschnitte aus allen vier „Ring“-Teilen mit den Gesangsstars dieser Produktion, angefangen beim singulären Wotan Bryn Terfels, über das derzeit wohl beste Wälsungenpaar Eva-Maria Westbroek und Jonas Kaufmann bis hin zum grandiosen Waldvogel Mojca Erdmanns und d e r „Ring-Arbeiterin“ schlechthin – der Brünnhilde von Deborah Voigt! Ein Doppelalbum für Wagner-Einsteiger ebenso wie für Wagner-Spezialisten. Wobei die Wagner-Spezialisten es sich gewiss nicht nehmen lassen werden, nach dem rein akustischen sich auch noch in das Abenteuer der optisch-szenischen Gesamt-Version dieser faszinierenden „Ring“-Deutung zu stürzen – sei es auf DVD oder auf Blu-ray. Beides liegt nun auch auf Deutsche Grammophon vor! Und die Bilder sprechen eine für sich – eine aufsehenerregende Neudeutung, die an allen vier „Ring“-Abenden immer wieder mit Szenenbeifall bedacht wurde und am Schluss vom New Yorker Publikum frenetisch bejubelt wurde und über Nacht zum talk of the town am Hudson River avancierte. Ein Wagner-Jubiläums-Auftakt für jeden also, und einer, der Maßstäbe für alles Kommende im nächsten Jahr gesetzt hat.