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05.10.2012

Schweiz stimmt für Verankerung der Musikförderung in der Bundesverfassung

Schweiz stimmt für Verankerung der Musikförderung in der Bundesverfassung www.musikrat.de Logo des deutschen Musikrates

In puncto Kultur- und Musikförderung hat die Schweiz ein Ausrufezeichen gesetzt, das auch hierzulande für neuen Diskussionsstoff in der Bildungsdebatte sorgen dürfte: In einer Volksabstimmung hat das Schweizer Volk Ende September 2012 dem Bundesbeschluss über die Jugendmusikförderung mit 73% zugestimmt. Die Bundesverfassung wird somit ergänzt durch den neuen Artikel 67a, der die Verantwortlichkeit und Zuständigkeit von Bund und Kantonen für die Förderung musikalischer Bildung festlegt.

Der Generalsekretär des Deutschen Musikrates Christian Höppner begrüßt die Schweizer Initiative. “Diesen Schritt sollten sich auch die Abgeordneten des Deutschen Bundestages zum Vorbild nehmen”, fordert er und fügt hinzu: “Die Ergänzung des Grundgesetzes durch das Staatsziel Kultur ist gerade vor dem Hintergrund der herausragenden Bedeutung von Kultur für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft notwendiger denn je. Kultur lässt sich nicht mit den verschiedenen, von den Bundestagsparteien zusätzlich eingebrachten Vorschlägen für Staatsziele gleichsetzen, sondern ist das übergeordnete Ziel, welches z. B. Deutsch als unsere Landessprache miteinbezieht, und sollte deshalb in der Verfassung verankert werden.“