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Artikel

04.10.2012
Maurice Ravel

Boléro – Maurice Ravels Meisterstücke

Nach der Uraufführung des „Boléro“ in der Pariser Opéra 1928 kam eine Dame zu Maurice Ravel und meinte, er sei verrückt. Der Komponist lächelte und erwiderte, sie habe das Stück verstanden.

Maurice Ravel, Boléro – Maurice Ravels Meisterstücke Bolero - The Best Of Ravel

Natürlich war Maurice Ravel auch ein Filou. Denn sein „Boléro“ ist alles andere als ein wirres Werk. Im Gegenteil: Sehr viel präziser kann man Dynamik und Ausdruck kaum planen als in diesem Orchesterstück, dass der Komponist ursprünglich für die Ballettkompanie der Tänzerin Ida Rubinstein geschrieben hatte. Ravel hatte sich von eine Melodie, die er in Spanien kennengelernt hatte, inspirieren lassen und sie zu einem zweiteiligen Thema ausgearbeitet, dass sich in 18 Variationen langsam steigert, indem immer neue Instrumenten hinzukommen. Dieses raffinierte Orchestercrescendo, das nach einem abrupten Übergang von C-Dur nach E-Dur in einem noch überraschenderen Schluss in der Grundtonart endet, gehört daher bei aller scheinbaren Monotonie zum Kunstfertigsten, was die Orchestermusik des Impressionismus hervorgebracht hat.

Boléro, La Valse, Pavane

Das umfangreiche Werk von Maurice Ravel füllt in der „The Complete Edition“ immerhin 14 CDs. Für die Schnupperausgabe mit den bekanntesten Melodien des französischen Meisters wurden nun 21 Kompositionen aus den verschiedenen Bereichen seines Schaffens herausgesucht, die einen Einstieg in dessen wunderbare Klangwelt bieten. Da finden sich Orchesterstücke wie die „Rhapsodie Espagnole“, „La Valse“, Fragmente aus „Daphnis et Chloé“ oder die „Pavane pour une Infante défunte“, kammermusikalische Kleinformen wie die „Berceuse sur le nom de Gabriel Fauré“ oder die „Tzigane“ für Geige und Piano und natürlich Klaviermusik mal für vier Hände wie die Auszüge aus „Ma mère l'Oye“, mal für zwei wie die „Ondine“ aus dem Zyklus „Gaspard de la nuit“.

Exquisite Interpreten

Bei dieser Vielfalt der musikalischen Formen wundert es kaum, dass auch ein Defilee der Stars bereit steht, um Ravels Klangwelt bestmöglich umzusetzen. An den Pulten der Orchester sind beispielsweise Dirigenten wie Herbert von Karajan, Carlo Maria Giulini, Claudio Abbado oder Seiji Ozawa zu erleben. Zu den Solisten wiederum gehören Martha Argerich, Jean-Yves Thibaudet, Augustin Dumay, Maria João Pires, Ivo Pogorelich, Yefim Bronfman oder auch Mikhail Pletnev. „Boléro – The Best of Ravel“ ist daher nicht nur ein Panoptikum weltberühmter Melodien, sondern auch eine großartige Zusammenstellung herausragender Interpreten.