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14.09.2012

Monteverdi-Trilogie an der Komischen Oper Berlin

Orpheus | Odysseus | Poppea

Monteverdi-Trilogie an der Komischen Oper Berlin © drama-berlin.de Die Monteverdi-Trilogie: Orpheus | Odysseus | Poppea

Zur Eröffnung seiner neuen Intendanz inszeniert Barrie Kosky achteinhalb Stunden Musiktheater mit fast 200 beteiligten Künstlern, darunter ein Großteil des neuen Sängerensembles der Komischen Oper Berlin anläßlich der Uraufführung einer Neubearbeitung der drei Monteverdi-Opern am 16.9. in der Komischen Oper Berlin.

Die in Taschkent geborene, international erfolgreiche Komponistin Elena Kats- Chernin hat auf der Grundlage von Monteverdis musikalischem Material die drei Opern auf ebenso unterschiedliche wie eigenwillige Weise neu instrumentiert.

Eine Mischung aus traditionellen und exotischen Instrumenten aus Osteuropa, dem Mittleren Osten und Westafrika verspricht ein ungewöhnliches und abwechslungsreiches Hörerlebnis: Während sich in Orpheus die Klangwelten von Balkan und Nahem Osten begegnen, mischt sich in Odysseus Astor Piazzolla mit dem Orient, wohingegen in Poppea Barocktöne auf E-Gitarre und Synthesizer treffen.

Kongenialer Partner in dieser Neuerarbeitung ist der experimentierfreudige Dirigent André de Ridder, der in vielen Avantgarde-Projekten verschiedenste musikalische Stile erkundet hat, u. a. mit dem Brit-Pop-Star Damon Albarn, dem musikalischen Kopf der Bands Blur und Gorillaz.

Eine Reise durch die Höhen und Tiefen der Liebe

Im Mittelpunkt jeder der drei Opern steht ein Liebespaar, dessen Liebe zueinander jedoch unterschiedlicher nicht sein könnte: Der jugendlich-leidenschaftlichen Liebe Orpheus’ und Eurydikes steht die abgeklärte Sehnsucht der jahrelang getrennten Eheleute Odysseus und Penelope gegenüber, wohingegen in der knisternden Erotik zwischen Nero und Poppea Machtstreben und sexuelle Besessenheit untrennbar miteinander verbunden zu sein scheinen. Und so eröffnet kein anderer als Gott Amor selbst die Trilogie, um uns mitzunehmen auf eine Reise durch die Höhen und Tiefen der Liebe.

3sat zeigt den ganzen Monteverdi im Fernsehen

Ein außergewöhnliches Projekt rechtfertigt außergewöhnliche Maßnahmen: 3sat schafft zehn Stunden Platz in seinem Programm für die Übertragung der Monteverdi-Trilogie aus der Komischen Oper Berlin. Wenn sich am Sonntag, den 16. September, um 11 Uhr der Vorhang für die Premieren der drei Monteverdi-Opern Orpheus, Odysseus und Poppea in Berlin hebt, laufen die Kameras mit. Von 12:45 Uhr bis 22:45 Uhr ist dann das Großprojekt für alle Zuschauer am 3sat-Bildschirm mitzuerleben. In den Opernpausen zeigt 3sat extra für diesen Anlass produzierte Dokumentationen über Monteverdi, über seine Opern und über das Lebensgefühl seiner Zeit. Moderatorin Katrin Bauerfeind führt am Bildschirm durch das gesamte Projekt. Ihre Blicke hinter die Kulissen und ihre Gespräche mit dem Opern-Team zeigen die Dimension dieses gigantischen Projektes noch einmal von einer anderen Seite.

Trilogie-Termine:
Alle Opern an einem Tag: 16. Sep., 3. Okt. und 4. Nov. 2012 von 11 bis 23 Uhr

Einzeltermine:

Orpheus
22. Sep. 2012
19. Okt. 2012
5. Jul. 2013

Odysseus
23. Sep. 2012
20. Okt. 2012
6. Jul. 2013

Poppea
21. Okt. 2012
1. Nov. 2012
7. Jul. 2013