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31.07.2012
Pepe Romero

Spanische Nächte - Das neue Soloalbum von Ausnahmegitarrist Pepe Romero

Der bedeutende Gitarrist Pepe Romero lässt mit seiner neuen Soloaufnahme für Deutsche Grammophon das Spanien seiner Jugend wieder lebendig werden - mit einer Auswahl eigens für ihn komponierter Werke von Rodrigo und Torroba.

Pepe Romero, Spanische Nächte © Harald Hoffmann / DG Pepe Romero mit Gitarre

Pepe Romero ist einer der drei Söhne Celedonio Romeros, die unter der Ägide des Patriarchen als Gitarrenquartett Los Romeros mit ihrer feurigen Virtuosität und einzigartigen Bühnenpräsenz weltweiten Ruhm erlangten. Ein halbes Jahrhundert lang hat sich Pepe Romero - als Teil des Quartetts ebenso wie als Solokünstler - um die klassische Gitarre verdient gemacht: er spielte Dutzende von Aufnahmen ein, unterrichtete Schüler, die heute selbst als renommierte Konzertmusiker und Lehrer tätig sind, und tritt in seinem 68. Lebensjahr noch immer unermüdlich auf den großen internationalen Bühnen auf. Als Teil von Los Romeros spielt er heute mit seinem Bruder Celin an der Seite der nächsten Familiengeneration, Celins Sohn Celino und Angels Sohn Lito. Zu den großen Freuden im Leben von Pepe Romero gehört es, seinen Enkeln beim Erlernen des Gitarrenspiels zuzusehen. Mit Stolz sagt der Ausnahmegitarrist von sich, er widme sein gesamtes Leben der klassischen Musik.

Bleibende Spuren im Gitarrenrepertoire des 20. Jahrhunderts

Nicht minder bemerkenswert ist die Tatsache, dass Pepe Romero und seine Familie - in engen Freundschaften mit bedeutenden spanischen Komponisten wie Joaquín Rodrigo, Joaqín Turina und Frederico Moreno-Torroba verbunden - direkt und indirekt an der Entstehung einer Reihe der bedeutendsten spanischen Beiträge zum zeitgenössischen Repertoire für die klassische Gitarre mitgewirkt haben. "Zum engen Bekanntenkreis meiner Familie gehörten große Musiker, Dichter, Maler und Komponisten", berichtet Romero. Auch nachdem die Romeros Franco-Spanien verließen, um sich in den USA niederzulassen, blieb das kalifornische Haus der Familie ein Treffpunkt für spanische Künstler, die ebenfalls ins Exil gingen. "Daher lebten wir dort wie in einem idealisierten Spanien. Wir bestellten neue Kompositionen bei Joaquín Rodrigo oder Federico Moreno Torroba, und zwischen den Romeros und diesen beiden Komponisten entwickelte sich eine fruchtbare Zusammenarbeit und enge Freundschaft."

Hautnah am Entstehungsprozess

Besonders gern denkt Pepe Romero an seine Zusammenarbeit mit dem 1999 verstorbenen Komponisten Joaqín Rodrigo zurück: "Die reine Freude, eine unglaubliche Erfahrung! Man wird Zeuge des Schaffensprozesses, der Entstehung eines Werks. Ich hatte das große Glück ihm mehrfach und ausgiebig bei seiner Arbeit beizuwohnen. Dabei konnte ich seine Empfindungen miterleben und diese später meinerseits in Musik verwandeln. Ähnlich war es bei meinem Vater, der ein herausragender Komponist war, und mit Federico Moreno-Torroba, mit dem uns eine ungeheuer enge Freundschaft verband. Er widmete meiner Famile zahlreiche Werke."

Weltersteinspielung der "Suite Madrilena No. 1"

Auf "Spanish Nights", seinem neuen Soloalbum für Deutsche Grammophon, präsentiert Pepe Romero eine Auswahl eigens für ihn geschriebener Werke von Rodrigo und Torroba. "Mit diesem Album habe ich versucht, das Spanien meiner Jugend wieder lebendig werden zu lassen. Ich habe Werke von Komponisten aus dieser Zeit gewählt, die meine Heimat meisterlich nachzeichen", schreibt er im Begleitheft des Albums. Erstmals überhaupt spielte Pepe Romero die "Suite Madrilena No. 1" aus der Feder seines Vaters für CD ein. Den feierlichen Anlass bietet der 100. Geburtstag von Celedonio Romero, dessen Schaffen als Komponist Pepe Romero in der Konzertsaison 2012/2013 auf den internationalen Bühnen gebührend würdigen möchte.