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22.05.2012
Esa-Pekka Salonen

Philharmonia Orchestra unter der Leitung von Esa-Pekka Salonen beim Beethovenfest Bonn

Esa-Pekka Salonen, Philharmonia Orchestra unter der Leitung von Esa-Pekka Salonen © KASSKARA / DG Esa-Pekka Salonen

1770, im Geburtsjahr Ludwig van Beethovens, beginnt eine der eigensinnigsten und spannendsten Reisen, die im Geiste der Musik stattgefunden haben: Charles Burney, britischer Komponist und Musikschriftsteller, besuchte den Kontinent, um Material für die Abfassung einer großen Geschichte der Musik zu sammeln. An Burneys Reisetagebüchern bewahrheitet sich der Rat der Historiker, zu den Quellen zurückzugehen. Seine Reisebeschreibungen besonders von den Höfen und Residenzstädten, berichten von persönlichen Begegnungen mit bedeutenden Musikern wie Wolfgang Amadeus und Leopold Mozart, Christoph Willibald Gluck oder Carl Philipp Emanuel Bach.

Beim Beethovenfest Bonn 2012 kann das Publikum Zeuge einer ähnlichen Reise sein: von Birmingham und London über Paris, Köln, Bonn, Mailand, München, Berlin und Bremen geht es zurück nach London – denn die Orchester kommen aus ganz Europa nach Bonn!

Nach der Residency des London Symphony Orchestra wird das Beethovenfest 2012 von einem weiteren führenden Londoner Orchester beschlossen, dem Philharmonia Orchestra, das einen kompletten Symphonien-Zyklus präsentiert (3.-7.Oktober). Er wird dirigiert von dem finnischen Dirigenten und Komponisten Esa-Pekka Salonen, der seit 2008 Chefdirigent des Orchesters ist. Ihre Zusammenarbeit begann 1983, als Salonen im Alter von 25 Jahren sein Londoner Debüt gab. Quasi über Nacht wurde aus einem Künstler, der sich selbst in erster Linie als dirigierender Komponist verstand, ein komponierender Dirigent am Beginn einer Weltkarriere – eine phantastische Voraussetzung für die stimmige Aufführung von Musik „seines“ Jahrhunderts. So verwundert es nicht, dass dieser Zyklus eine eigene, zeitgemäße Dimension besitzt: Das Symbol der Olympischen Spiele, die 2012 in London stattfinden, hat Salonen inspiriert, den Symphonien Beethovens fünf zeitgenössische Werke – aus jedem der fünf Kontinente eines – an die Seite zu stellen. Der Zyklus und damit das Festival enden mit einer Aufführung von Beethovens neunter Symphonie.