Klassik Newsletter

Sie wollen immer aktuell informiert sein? Unser Newsletterservice versorgt Sie wöchentlich mit allem zum Thema klassische Musik.

OK

Nichts verpassen

Nutzen Sie KlassikAkzente Online auch wenn Sie nicht auf unserer Seite sind:
Social Networks:

Artikel

02.04.2012

Zum Tode des Komponisten Alexander Arutjunjan

Alexander Arutjunjan, Zum Tode des Komponisten Alexander Arutjunjan Alexander Arutjunjan

Am 28. März 2012 verstarb Alexander Arutjunjan im Alter von 91 Jahren. Der armenische Komponist, Pianist und Pädagoge gehörte zu den großen Volkskünstlern der UdSSR und Armeniens. Seine besondere Liebe galt zeitlebens der vom Orient und Okzident gleichermaßen geprägten Folklore seines Heimatlandes.

Am 23. September 1920 in der armenischen Hautpstadt Jerewan geboren, bekam er bereits als Kind ersten Klavierunterricht. Mit 14 Jahren nahm er am Komitas-Konservatorium ein Studium in den Fächern Klavier und Komposition auf, das er mit Auszeichnung abschloss. In den darauffolgenden Jahren studierte er in Moskau bei Litinski und Pejko unter anderem Instrumentation.

Nach dem Studium kehrte er nach Jerewan zurück, wo er maßgeblich das Bild der armenischen Musiklandschaft des 20. Jahrhunderts mitprägte: als künstlerischer Leiter der armenischen Philharmonie und später als Professor für Komposition am Komitas-Konservatorium, an dem er einst selbst studiert hatte. Im Verlauf seines Lebens erhielt er zahlreiche Preise und Ehrungen, darunter der Staatspreis der UdSSR, der Staatspreis der Sowjetrepublik Armenien und der armenische Staatsorden.

Weltruhm erlangte Arutjunjan mit seinem Trompetenkonzert in As-Dur. Es verknüpft Einflüsse der Folklore seiner Heimat und der westeuropäischen Tradition, gehört zu den meistgespielten Trompetenkonzerten und zum solistischen Standardrepertoire. Bis heute gilt es als eines der reizvollsten Stücke aus der Feder des Komponisten. 1950 entstanden und dem Trompeter und Dirigenten Timofej Dokshizer gewidmet, wurde es vor allem durch Dokshizers Reisen als Solist des Bolschoi Orchesters auch außerhalb der Sowjetunion bekannt.