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05.04.2012
Johann Sebastian Bach

Mit Johann Sebastian Bach durch die Osterzeit

Die KlassikAkzente-Redaktion hat drei besondere Aufnahmen der Werke des gottesfürchtigen Barockkomponisten aus Eisenach ausgewählt, die Ihnen die Osterzeit verschönern werden.

Johann Sebastian Bach, Musik zu Ostern Johannes Passion zu Ostern

Zu Ostern feiert die christliche Glaubensgemeinschaft die Auferstehung Jesu Christi. Kein Wunder also, dass für das Osterfest und ihm zu Ehren zahlreiche Werke geschrieben wurden, die das Geschehen der Passion und die dazu gehörenden kirchlichen Feste und Liturgien in den Mittelpunkt stellen. Gerade Johann Sebastian Bach nahm diese Herausforderung mehrfach an und schuf mit seinen Passionen, Oratorien, Kantaten und Orgelwerken zeitlose Huldigungen der göttlichen Größe.

Allein durch den Glauben solle der Mensch ins Himmelreich gelangen, predigte Luther und verbannte allen Nippes und Tand aus den Kirchen des Spätmittelalters. Singen allerdings dürfe man schon, zu Ehren Gottes und weil die Musik das Gemeinschafts- und Läuterungsgefühl erhöht. Getreu dem alten deutschen Sprichwort: “Wo gesungen wird, das lass’ Dich ruhig nieder, denn böse Menschen kennen keine Lieder”,  entstanden im Rahmen protestantischer Liturgie zahlreiche Vokalwerke, die vor allem durch Johann Sebastian Bach auf ein ehedem ungekanntes Niveau der Kunstfertigkeit gehoben wurden. Wir wollen Ihnen anlässlich des Osterfestes drei herausragende Einspielungen ans Herz legen.

Die Matthäus-Passion von Paul McCreesh

Der britische Dirigent Paul McCreesh, aufgrund seines kraftvollen Musizierstils gern mit dem Spitznamen Paul “McLoud” tituliert, hat für die Aufnahme von Bachs Matthäus-Passion mit dem Gabrieli Consort and Players Neuland betreten. Statt der üblichen chorischen Besetzung des Werks hören wir pro Stimme nur einen Solisten, wie etwa die Sopranistin Deborah York und Mezzosopranistin Magdalena Kozená. Das Fachmagazin Stereo urteilte: “McCreesh liefert den Beweis, wie sich Ergriffenheit auch ohne die überrumpelnde Gewalt der Chormassen einstellt.”

Sir John Eliot Gardiners Johannes-Passion

Mit seiner Aufnahme der Johannes-Passion gelang Sir John Eliot Gardiner im Jahr 1986 ein Meilenstein in der historischen Aufführungspraxis. Er lieferte eine mitreißende Interpretation des Werks ab, wie sie sich Bach, dem nur bescheidene Mittel für die Aufführung seiner Werke zur Verfügung standen, wohl nur mit seinem inneren Ohr hätte vorstellen können. Gemeinsam mit den auf historischen Instrumenten spielenden English Baroque Soloists und dem herausragenden Monteverdi Choir läßt Gardiner die Bach’sche Johannes-Passion in einer Schönheit auferstehen, deren Geheimnis nicht im Pathos, sondern in einer anrührenden Schlichtheit liegt.

Peter Hurford spielt Bachs gesammelte Orgelwerke


Allen Freunden der Orgelmusik empfehlen wir die weltberühmte Gesamteinspielung der Orgelwerke Bachs durch den britischen Organisten Peter Hurford. Das unter der Ägide von Decca realisierte Mammutprojekt erstreckte sich über zwölf Jahre und beinhaltet Höhepunkte der Orgelkunst wie “Christ ist erstanden” (BWV 627), das alljährlich während der Osterzeit in den christlichen Gottesdiensten erklingt, und “Christ lag in Todes Banden” (BWV 625), eine Choralkantate für den Ostersonntag über die Auferstehung Christi und den Triumph Gottes über den Tod. Beide Werke entstammen dem Orgelbüchlein, der Sammlung choral-gebundener Orgelstücke, die Bach zwischen 1712 und 1717 in Weimar anlegte.