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12.03.2012
Roberto Alagna

Pure Leidenschaft

Tenöre sind bekanntlich Herzensbrecher. Roberto Alagna beherrscht dieses Metier besonders gut. Seit der 24-jährige 1988 den Pavarotti-Wettbewerb gewann - zuvor verdiente er in Paris seinen Lebensunterhalt als gitarrespielender Sänger in Variétés und Nachtclubs - feiert ihn das Publikum, nicht nur das weibliche, als Helden der französisch-italienischen Oper auf allen großen Bühnen.

Text: Dr. Christoph Braun | Foto: Felix Broede

Aber auch die Weltkarriere hinderte den französischen Tenorissimo nicht daran, sich immer mal wieder seiner musikalischen Wurzeln zu erinnern. Davon zeugen die Luis Mariano- und „Sicilien“-Alben, beides gefeierte Reverenzen Alagnas an seine sizilianische Heimat.

Ob „leichte Muse“ oder „ernste“ Oper: wichtig ist Alagna nur - so sein Credo -, dass Musik leidenschaftlich ist und Leidenschaften entfacht. Und die hat der heute 48jährige Superstar zweifellos im Blut und in den Stimmbändern. So heißt denn auch sein neues Album schlicht und einfach „Pasión“.

Sechzehn lateinamerikanische Songs zwischen argentinischem Tango, kubanischem Bolero und brasilianischem Samba, darunter so berühmte wie „piensa en mi“, „La Cumparsita“, „Bésame mucho“ und „Cielito Lindo“, künden von Alagnas Lateinamerika-Leidenschaft.

Tenoraler Schmelz mitsamt schluchzenden Glissandi, laszive Rhythmen, Bandoneon, Flamencogitarren und Trompeten: die Verführungsmittel, die Alagna zusammen mit seinem Freund, dem Arrangeur und Dirigenten Yvan Cassar einsetzt, haben ihn in Frankreich zum Popstar werden lassen – zu „notre ténor“. Kein Zweifel: mit seiner „Pasión“ wird Roberto Alagna auch die deutschen Ohren verführen!