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23.08.2011

Loriot gestorben - ein Schmunzeln zieht den Hut

Loriot gestorben - ein Schmunzeln zieht den Hut © Deutsche Grammophon / UMG Loriot © Deutsche Grammophon / UMG

Vicco von Bülow (1923-2011), genannt Loriot, war Humorist. Es ging ihm nicht um das lautstarke Lachen, sondern eher um die kleinen Absurditäten des Alltags, die die Welt des bürgerlichen Wohlstands mit ein paar kleinen Irritationen zum Wanken bringen konnten. Als Sohn eines Polizeimajors aus mecklenburgischem Adelsgeschlecht, studierte er nach dem Zweiten Weltkrieg Malerei und Grafik und arbeitete zunächst in einer Werbeagentur.

Der begabte Zeichner hatte aber bald mit seinen Knollenasenmännchen Erfolg, die er in Magazinen und Illustrierten wie dem Stern oder Quick mit den Tücken des Wirtschaftswunders kollidieren ließ. Es folgte eine Karriere als Schauspieler, dann Cartoonist für das Fernsehen, schließlich als gestaltender Allrounder, der mit Filmen wie „Ödipussi“ Deutschland zum Schmunzeln brachte.

Berühmt wurden vor allem aber Loriots Sketche, von den Geschäftsreisenden in der Badewanne über die legendäre Nudel bis hin zu „Das Bild hängt schief“. Mit feinem Gespür für die Nuancen einer schrittweise eskalierenden humoristischen Situation, schuf er Standards der tiefgründigen Komik, die bis heute im Fernsehen wie auf CD oder DVD die Menschen begeistern. Loriot starb am Montagabend, dem 22. August, im Alter von 87 Jahren in Ammerland am Starnberger See.