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25.05.2011
Franz Liszt

Liszt in Vollendung - Die neue Eloquence-Box mit Claudio Arrau

Martin Krause war ein Schüler von Franz Liszt. Und Claudio Arrau ein Schüler von Krause. So lernte der legendäre Pianist schon in jungen Jahren die Grundlagen, um einer der großen Liszt-Interpreten zu werden

Franz Liszt, Liszt in Vollendung - Die neue Eloquence-Box mit Claudio Arrau © Decca / UMG Claudio Arrau © Decca / UMG

Am Anfang war auch etwas Glück im Spiel, damit Claudio Arrau von der Musikwelt entdeckt werden konnte. Geboren wurde er am 6. Februar 1903 in der chilenischen Stadt Chillàn. Nachdem der Bub bereits als Fünfjähriger erste Konzerte in seiner Heimat gegeben hatte und durch Zufälle und Beziehungen unter die Fittiche der chilenischen Regierung genommen wurde, bekam er 1913 die Möglichkeit, zum Studium nach Berlin zu reisen. Bald darauf spielte er dort spektakuläre Konzerte zur Begeisterung von Publikum und Kritik, die sich in bildungsbürgerlicher Salontradition an den verblüffenden Fähigkeiten des Wunderknaben ergötzte. Unterstützt durch ein Stipendium durfte Claudio Arrau auch über die Kriegsjahre hinweg weiter in Berlin bleiben. Sein Lehrer wurde Martin Krause, selbst ein Schüler Franz Liszts, der dem gelehrigen Eleven vor allem die Höhepunkte der romantischen Klaviermusik nahe brachte. Das Engagement lohnte sich, in den Jahren 1919 und 1920 gewann Arrau zweimal in Folge den renommierten Liszt-Preis (der zuvor 45 Jahre nicht mehr vergeben worden war).

Von da an ging es mit der Karriere steil bergauf. Anno 1923 reiste Claudio Arrau zum ersten Mal durch die amerikanischen Konzertsäle. Von 1925 an bis 1940 wirkte er als Professor am Sternschen Konservatorium in Berlin. Arraus Name wurde zunehmend ein Begriff für Perfektion und auch für das Bedürfnis nach umfassenden Interpretationen. Angefangen mit Johann Sebastian Bachs vollständigem Klavierwerk, das er 1935 in Berlin an immerhin 12 Abenden aufführte, folgten immer wieder Zyklen, in denen er sich etwa Franz Schubert oder auch Wolfgang Amadeus Mozart widmete. Nach dem Zweiten Weltkrieg schließlich wurde aus der durch politische Verhältnisse gebremsten Entwicklung eine internationale Karriere, die ihn vor allem mit seinen legendären Beethoveneinspielungen, aber auch mit Liszt-Programmen auf Platte präsentierte.

Und so kann die Deutsche Grammophon im Jubiläumsjahr zum 200.Geburtstag des romantischen Komponisten eine besondere Schatzkiste für Freunde der Klaviermusik öffnen. Denn in der preiswerten Eloquence-Reihe werden aus diesem Anlass alle grundlegenden Aufnahmen Claudio Arraus mit Werken von Franz Liszt in einer Box veröffentlicht. Auf insgesamt sechs CDs spannt er den Bogen von den beiden Klaviersonaten und den Konzertetüden über Sonaten und Konzertparaphrasen bis hin zu berühmt gewordenen Zyklen wie den „12 Etudes d'exécution transcendante“ und den „Années de pèlerinage“. Als Bonus-Track erscheint außerdem erstmals die „Rhapsodie espagnole“ auf CD und so bietet diese Box ein nahezu unschlagbares Kompendium faszinierender Musik von einem Genius des Klaviers gespielt zu sensationellem Preis. Zugreifen, solange der Vorrat reicht!.