Klassik Newsletter

Sie wollen immer aktuell informiert sein? Unser Newsletterservice versorgt Sie wöchentlich mit allem zum Thema klassische Musik.

OK

Nichts verpassen

Nutzen Sie KlassikAkzente Online auch wenn Sie nicht auf unserer Seite sind:
Social Networks:

Artikel

04.04.2011
Gustav Mahler

Das Lied von der Erde

Pressetext

Liebe Medienpartnerin, lieber Medienpartner,

es passiert nicht oft, dass verloren geglaubte Schätze auf wundersame Weise wieder auftauchen. Doch ab und zu findet sich in einer alten Truhe auf dem Dachboden ein wertvolles Manuskript, wird zwischen wertlosen Gegenständen eine besondere Trouvaille entdeckt.
Die nun vorliegende Aufnahme von Gustav Mahlers „Das Lied von der Erde“ ist so ein Schatz: Das umjubelte Konzert mit Fritz Wunderlich und Dietrich Fischer-Dieskau vom Juni 1964 im ausverkauften Wiener Musikverein wurde vom ORF aufgezeichnet, die Bänder waren jedoch unauffindbar. Seitdem hat es mehrere erfolglose Anläufe gegeben, einen Mitschnitt dieses Ereignisses in angemessener Qualität zu veröffentlichen; das Vorhaben scheiterte jedoch stets an dem schlechten Zustand der vorhandenen Bänder. Nun aber ist eine Kopie des ORF-Masterbandes aus dem Privatbesitz der Familie Krips aufgetaucht und mit beträchtlichem Aufwand konnte dieses Band in den Emil Berliner Studios in Berlin restauriert sowie auf den klanglich bestmöglichen Stand gebracht werden.

Es war eine kleine Sensation, als Josef Krips bei den Wiener Festwochen 1964 ankündigte „Das Lied von der Erde“ mit dem Tenor Fritz Wunderlich und dem Bariton Dietrich Fischer-Dieskau zu besetzen. In der Vergangenheit war die übliche Besetzung Tenor und Mezzosopran gewesen.

Mahlers „Lied von der Erde“ entstand 1907, in einer für den Komponisten sehr schwierigen Zeit: Kurz zuvor war seine Tochter 4-jährig gestorben, er selbst musste nach einer antisemitisch motivierten Pressekampagne seinen Posten als Direktor der Wiener Hofoper aufgeben, befand sich körperlich und geistig in einem beklagenswerten Zustand. Der abergläubische Mahler vermied den Titel „Sinfonie“ für „Das Lied von der Erde“, da er befürchtete, das Schicksal herauszufordern und wie Beethoven, Schubert  und Bruckner nach der 9. Sinfonie zu sterben. Seine spätere, als solche auch bezeichnete, 9. Sinfonie, war dann eigentlich schon die 10. und das Schicksal damit scheinbar überlistet.

 

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Konstantin Peiper – Promotion Classics – Universal Music Classics & Jazz
Tel.: 030-52007-2421, Fax: 030-52007-3-2421, konstantin.peiper@umusic.com