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10.03.2011
Collectors Edition

Sammlerwert - Neue Folgen für die Collector's Edition von Deutsche Grammophon und Decca

Bach mit Trevor Pinnock, Mozart mit Alfred Brendel, Rachmaninoff und Rimsky-Korssakoff mit Mikhail Pletnev, Gershwin mit Vladimir Ashkenbazy und den Labèque-Schwestern – die aktuelle Runde der Collector's Edition erklärt sich eigentlich von selbst

Collectors Edition, Sammlerwert - Neue Folgen für die Collector's Edition von Deutsche Grammophon und Decca Collector's Edition © Decca

Man könnte meinen, Sammeln sei aus der Mode gekommen. Schließlich handelt es sich dabei um mehr als nur das Anhäufen von Dingen und Werten. Ein echter Sammler weiß zu unterscheiden zwischen Mittelmaß und großer Kunst, zwischen Blendwerk und echter Faszination, schließlich ist er oft Spezialist mit einem ausgeprägten Geschmack und Gespür für die Ziele seiner Leidenschaft. Für diese Sammler ist die Reihe Collector's Edition womöglich noch etwas herausragender als für andere Hörer, denn sie wissen die Details zu schätzen, die hinter der Genese dieser preiswerten Edition stehen. Etwa bei der Box mit sieben CDs, die den Fokus auf Johann Sebastian Bachs Orchesterwerke lenkt. Schließlich handelt es sich dabei nicht um irgendeine Einspielung, sondern um die historisch fundierte und ungemein inspirierte Interpretation von The English Concert unter der Leitung des britischen Barock-Fachmanns Trevor Pinnock, die den Bogen von den Brandenburgischen Konzerten bis zu den Violinkonzerten spannt.

Ähnliches gilt für die Gesamt-Einspielung der Klavierkonzerte von Wolfgang Amadeus Mozart, die Alfred Brendel in den achtziger Jahren vor allem zusammen mit dem Kammerorchester Academy Of St. Martin In The Fields unter der Leitung von Sir Neville Marriner verwirklichte. Denn es war die erste große Einspielung ihrer Art, die die in der Diskussion gerne ein wenig unterschätzten Klavierkonzerte zugleich mit historischem Ernst und zeitgenössischer Energie verknüpfte. Viele verschiedene Künstler hingegen sind bei „The Gershwin Collection“ beteiligt, ein umfassendes Portrait des amerikanischen Komponisten zu entwickeln. Auf insgesamt 11 CDs finden sich die Klavierschwester Katia und Marielle Labèque, Dirigenten wie Vladimir Ashkenazy, Lorin Maazel und Riccardo Chailly, die renommierte Ensembles wie das Cleveland Orchestra und das Royal Philharmonic Orchestra durch die bunte Welt der Dreißiger führen. Es ist ein umfassende Sammlung, einschließlich einer Gesamtaufnahme der Oper „Porgy & Bess“, die mit großer Klangvielfalt sich vor dem genialen Komponisten verneigt.

Und dann sind da noch zwei Folgen der Collector's Edition mit dem grandiosen russischen Meisterdirigenten Valery Gergiev am Pult. Zum einen hat er sich eines Komponisten angenommen, der übrigens zu Gershwins Zeiten auch im amerikanischen Exil lebte und seinen Kollegen durchaus beeindruckte: Sergei Rachmaninoff. Immerhin 12 CDs umfasst die Box, die sich vor allem den symphonischen und vokalen Werken des klangmächtigen Russen widmet. Zuguterletzt macht Gergiev auch noch einen Abstecher in die russische Romantik. In einer Box versammelt er fünf Gesamteinspielungen der Opern von Nikolai Rimsky-Korssakoff, als da wären : „Der unsterbliche Kaschtschey“, „Die Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch und der Jungfrau Fevronija“, „Das Mädchen aus Pskov“, „Sadko“ und „Die Zarenbraut“. Für den nötigen Nachdruck der Interpretation sorgen die Ensembles und Orchester der Kirov Oper und des Marien-Theaters. Ein Sammlerstück für Opernfreunde.