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20.02.2011

Dame Margaret Price (1941 – 2011)

Margaret Price, Dame Margaret Price (1941 – 2011) © DG Dame Dame Margaret Price (1941 – 2011) © DG

Margaret Price stammte aus einer musikalischen Familie aus Wales, hatte aber zunächst nicht vor, Sängerin zu werden. Als sie jedoch ein Stipendium vermittelt bekam, beschloss sie, am Trinitiy College in London Gesang zu studieren. Erste Engagements führten Price 1962 an die Welsh National Opera, wo sie sich als Cherubino in Mozarts „Le nozze di Figaro“ bewährte. Bereits ein Jahr später wurde sie zunächst für kleine Rollen an das Royal Opera House in London vermittelt, schaffte aber überraschend und ebenfalls in der Rolle des Cherubino den Durchbruch, als sie 1963 für die erkrankte Teresa Berganza in Covent Garden einsprang.

Ihr ursprüngliches Stimmfach Mezzo-Sopran hatte Margaret Price inzwischen zum Sopran weiterentwickelt und nach dem Erfolg in Covent Garden standen ihr die großen Bühnen offen. Nächste Stationen waren Glyndebourne, San Francisco, Köln, Paris, die Met in New York und von 1971 an München, wo die agile Britin zum festen Ensemble der Bayerischen Staatsoper gehörte und wo sie auch bis zu ihrem Rückzug von der Bühne 1999 lebte. 1979 wurde Margaret Price zur Bayerischen Kammersängerin ernannt und 1993 der englische Adelstitel Dame Commander of the British Empire verliehen.

Dame Margaret Price gehörte zu den prägenden Stimmen des vergangenen Jahrhunderts, wurde unter anderem von Otto Klemperer gefördert und verwirklichte zahlreiche wichtige Aufnahmen für die Deutsche Grammophon und Decca. Viel gelobt wurde beispielsweise ihr Alban Berg-Programm zusammen mit dem London Symphony Orchestra unter Claudio Abbado, die Pamina in der „Zauberflöte“-Gesamtaufnahme unter Sir Colin Davis sowie ihre eindrucksvolle Isolde unter Carlos Kleiber – ein expliziter Wunsch des exzentrischen Dirigenten, der Price’s vokale Möglichkeiten damit weit überforderte - oder auch die Desdemona in Verdis „Otello“ in der Gesamtaufnahme der Oper für die Decca unter Sir Georg Solti. Unter Fans gilt ihr Auftritt in Giuseppe Verdis „Requiem“ an der Seite von Jessye Norman, José Carreras und Ruggero Raimondi beim Edinburgh Festival 1982 unter Claudio Abbado als ein absoluter Höhepunkt ihrer Karriere! Nach ihrem Abschied von der Bühne lebte Dame Margaret Price zurückgezogen im walisischen Cardigan, wo sie am 28.Januar 2011 im Alter von 69 Jahren starb.