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21.10.2010

Banse, Braunfels und Jeanne D'Arc

Juliane Banse, Banse, Braunfels und Jeanne D'Arc © Decca / UMG Jeanne D'Arc © Decca / UMG

Jeanne d'Arc war eine starke Frau, eine Revoluzzerin, die sich gegen die bestehenden Verhältnisse auflehnte. Kein Wunder, dass das Thema als Inhalt einer Oper den Nationalsozialisten missfiel, zumal das Werk von Walter Braunfels komponiert worden war, der von den Machthabern in Deutschland verfemt worden war. Libretto und Partitur der zwischen 1939 und 1943 heimlich komponierten Oper galten lange als verschollen und waren erst vor wenigen Jahren wieder aufgetaucht.

So konnte „Jeanne d'Arc - Szenen aus dem Leben der heiligen Johanna“ erst 2002 uraufgeführt werden, in der Berwaldhallen in Stockholm mit einer überragenden Juliane Banse in der Titelrolle. Dieser historische Moment wurde allerdings von den Mikrofonen festgehalten und erscheint nun erstmals überhaupt auf CD. Manfred Honeck leitete dabei das Swedish Radio Symphony Orchestra, an der Seite von Juliane Banse waren unter anderem Terje Stensvold als Marschall Gilles de Rais und Monika Mannerström als Heilige Katharina zu erleben.

In Berlin wiederum nahm sich vor zwei Jahren Christoph Schlingensief des Themas an und inszenierte die „Jeanne d'Arc“ für die Deutsche Oper Berlin. In einer Wiederaufnahme ist Braunfels' Freiheits-Vision nun am 30. Oktober, 3. und 11. November noch einmal zu erleben – eine gute Gelegenheit, die beeindruckende Oper neben der CD-Version auch live auf der Bühne zu sehen.

KlassikAkzente.de verlost für die erste Vorstellung am 30. Oktober 2 x 2 Eintrittskarten.