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Artikel

09.08.2010
Krzysztof Penderecki

Biografie

Krzysztof Penderecki (* 23.11.1933, Dębika bei Rzeszów) ist einer der bedeutendsten Komponisten der polnischen postseriellen und zeitgenössischen Musik. Er bekam als Kind Klavier- und Geigenunterricht und studierte an der Musikhochschule in Krakow unter anderem bei Artur Makawski. Sein an der Spätromantik geschultes Musikverständnis, das in frühen Jahren auch mit verschiedenen Cluster-, Klangfarben-, Geräusch-, Glissando- und Vibratotechniken experimentierte, sorgte dafür, dass er international zu den beliebtesten unter den zeitgenössischen Komponisten zählt. Krzysztof Penderecki, der seit den siebziger Jahren zunehmend auch als Dirigent in Erscheinung tritt, war unter anderem Professor für Komposition an der Folkwang-Schule in Essen (1966-68), an der Yale University in New Haven (1973-78), an der Musikhochschule Graz (1993-97) und wirkte unter anderem als Rektor der Musikhochschule in Krakow (1972-87) an der Ausbildung des Nachwuchses mit.

Krzysztof Pendereckis weltweiter Erfolg setzte 1958 mit Werken wie „Psalmy Dawida“ (1958), „Strofy“ (1959) und den „Emanationen für Streichorchester“ (1959) ein. Letzteres bildete den Anfang einer Serie von experimenteller Instrumentalmusik, die wie „Anaklasis für 42 Streichinstrumente und Schlagzeuggruppen“ (1960) oder „Fluorescences für Orchester“ (1962) die Klangfarben der zeitgenössischen Ensemblesprache erforschten. Mit der „Lukaspassion für Sopran, Bariton, Bass, Sprecher, Knabenchor, drei gemischte Chöre, Orgel und Orchester“ (1962-65) begann eine stilistische Neuorientierung, die Krzysztof Penderecki mit vokalinstrumentalen Gattungen wie Oper, Oratorium und geistlichen Kompositionen zusammen brachte.

Im Unterschied zu vielen zeitgenössischen Kollegen empfand er die daraufhin zunehmende Beschäftigung mit spätromantischen Ausdrucksformen nicht als nostalgisch, sondern als konsequente Weiterentwicklung und Versöhnung mit der Tradition. Bekannt wurden außerdem Opern wie „Die Teufel von Loudun“ (1969), „Paradise lost“ (1978), „Die schwarze Maske“ (1986) und „Ubu rex“ (1991), Orchesterwerke wie „Threnos. Den Opfern von Hiroshima“ (1959), seine Konzerte für Cello, Violine und Klavier, geistliche Vokalmusik wie das „Stabat Mater“ (1962), das „Te Deum“ (1979) und Kammermusik wie seine Streichquartette, das „Quartett für Klarinette und Streichtrio“ (1991) oder auch das „Sextett für Violine, Viola, Violoncello, Klarinette, Horn und Klavier“ (2000).