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Artikel

30.07.2010
Bedrich Smetana

Biografie

Bedřich Smetana (* 2.3.1824, Leitomischl; † 12.5.1884, Prag) gilt als Begründer eines tschechischen musikalischen Nationalstils. Er studierte Klavier und Komposition in Prag, versuchte daraufhin, als Konzertpianist Karriere zu machen, unterrichtete dann aber bald an einer vom ihm selbst gegründeten Musikschule in Prag. Ein Einladung nach Schweden führte ihn 1856 nach Göteborg, wo er als Dirigent, Pianist und Dozent bis 1861 wirkte. Im Anschluss daran kehrte Smetana nach Prag zurück und widmete sich ausführlich der tschechischen Musik. Er wurde 1866 Dirigent des tschechischen Nationaltheatern und hatte damit ein geeignetes Forum, um einige seiner Opern aufzuführen. Da er von 1874 an zunehmend taub wurde, zog er sich aus dem aktiven Musikleben zurück, blieb aber bis zu seinem Tod als Komponist aktiv.

Einige der frühen Kompositionen standen zunächst unter dem stilistischen Einfluss von Franz Liszt und Richard Wagner, wobei Bedřich Smetana daraus seine eigenen musikalischen Schlüsse zog. Mit der Gattung der Symphonischen Dichtung fand er eine Möglichkeiten, Orchestrales sinnvoll mit volksmusikalischen Elementen zu einer Programmmusik zu verknüpfen, die wie der Zyklus „Mein Vaterland“ (1874 – 79) weit über seine tschechische Heimat hinaus Erfolg hatten. Populär wurden außerdem einige seiner kammermusikalischen Stücke wie beispielsweise das „Streichquartett e-Moll, 'Aus meinem Leben'“ (1876).

Ein wesentlicher Bestandteil von Bedřich Smetanas Oeuvre sind die Bühnenwerke. International beliebt wurde „Die verkaufte Braut“ (1866/70), die mit ihrer Mischung aus Genrebildern und dezentem Realismus, tanzliedhaften Klängen und theatralischem Pomp zum Inbegriff böhmisch-tschechischer Pittoreske wurde. Darüber hinaus entstanden „Die Brandenburger in Böhmen“ (1868), „Dalibor“ (1868), „Libuše“ (1871), „Zwei Witwen“ (1874), „Das Geheimnis“ (1878) und „Die Teufelswand“ (1882), darüber hinaus insgesamt neun Symphonische Dichtungen, das „Streichquartett d-Moll“ 1883) und das „Klaviertrio g-Moll“ (1855). Bedřich Smetanas Einfluss auf die Musik der folgenden Jahre war groß, vor allem Antonin Dvořak und Leos Janáček bezogen sich ausdrücklich auf seine musikalischen Errungenschaften.