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29.07.2010
Vincenzo Bellini

Biografie Vincenzo Bellini

Vincenzo Bellini (* 3.11.1801, Catania; † 23.9.1835, Puteaux bei Paris) gilt zusammen mit Gioacchino Rossini und Gaetano Donizetti als Meisterkomponist der romantischen italienischen Oper und des Belcantos. Als Sohn aus einer Musikfamilie – der Großvater war Kapellmeister an der Kathedrale von Catania und Vincenzos erster Lehrer – begann er schon mit zwölf Jahren, geistliche Lieder und kleine Stücke für Klavier zu schreiben. Das Studium führen ihn nach Neapel, wo seine erste Oper „Adelson e Salvini“ 1825 mit Begeisterung aufgenommen wurde. Daraufhin wurde er von dem Impressario Domenico Barbaja gefördert, der bereits Gioacchino Rossini auf den Weg gebracht hatte und nun seinen neuen Schützling zur Komposition der zweiten wichtigen Oper „Bianca e Fernando“ (1826) anregte.

Derartig unterstützt wurde die Mailänder Scala auf Bellini aufmerksam, gab „Il Pirata“ in Auftrag und sorgte damit 1827 für den Durchbruch des Komponisten im größeren Rahmen. In diesem Zusammenhang hatte er außerdem den Librettisten Felice Romani kennen gelernt, der sich fortan um die Texte der Opern kümmerte. In einer sehr produktiven Phase entstanden mehrere Meisterwerke wie „La sonnambula“ (1831), „Norma“ (1831) und „I Puritani“ (1835), die bis heute zu den meist gespielten Bühnenwerken des Belcantos gehören. Von 1833 an lebte Vincenzo Bellini in Paris, gehörte dort zur kulturellen Bohème um Freunde wie Rossini oder Frédéric Chopin und war einer der beliebtesten Komponisten seiner Generation.

Ein Darmleiden zwang ihn, sich auf den Landsitz in Puteaux zurückzuziehen, wo er im Alter von nur 33 Jahren starb. Trotzdem hat Vincenzo Bellini es geschafft, sich einen festen Platz in der Musikgeschichte zu sichern. Sein neuartiger, lyrisch-dramatischer Stil, der darauf zielte, möglichst natürlich, emotional und zugleich stimmlich brillant, klar und expressiv darzustellen, beeinflusste maßgeblich die folgenden Operngenerationen. Bellinis Einfluss lässt sich bei Richard Wagner ebenso nachweisen, wie bei Giuseppe Verdi und Aufführungen wie der „Norma“ mit Maria Callas in der Titelrolle gehören zu den berühmtesten Opernmomenten des 20. Jahrhunderts.