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Artikel

12.05.2010
Robert Schumann

Essenz der Romantik

Am 8. Juni 2010 jährt sich der Geburtstag von Robert Schumann zum 200.Mal. Die Zusammenstellung „Schumann Gold“ ehrt den Komponisten mit einer exquisiten Werkschau.

Robert Schumann, Essenz der Romantik Schumann Gold

Die Romantiker hatten es nicht leicht. Eben erst hatte mit den Wiener Klassikern die Musikgeschichte einen großen Schritt nach vorne getan. Mit einem Mal waren völlig neue Dinge gefragt, Gefühle beispielsweise, die in ihrer Authentizitätsforderung über die Topoi der barocken Darstellungen hinaus reichten. Wollte man Künstler sein, musste man genialisch kreativ agieren und nicht mehr nur Aufträge von Fürsten und Mäzenen ausführen. Kurz: Alles war größer, intensiver, aber auch komplizierter geworden. Manch einer hatte wie Felix Mendelssohn damit wenig Probleme, andere jedoch kämpften wie Franz Schubert mit den Irrungen der Lebensführung oder wie Robert Schumann mit den Anfechtungen der eigenen Psyche und den Wallungen der Liebe. Für die Musikwelt war das zwar ein Segen, denn gerade Schumann schaffte es, vieler dieser intensiven Momente in klingende Eindrücke zu verwandeln. Er selbst jedoch entfernte sich immer mehr von der Realität, bis er schließlich als umnachtet in die Analen einging.

So ist es nur konsequent, dass anlässlich der bevorstehenden Jubiläums eine Sammlung wie „Schumann Gold“ erscheint, die den Komponist als Genie der Romantik präsentiert. Auf zwei CDs zusammengefasst und darüber hinaus ausführlich und kompetent kommentiert kommen dabei zahlreiche berühmte Stücke in bestmöglicher Interpretation zu Gehör, die bis heute zu den Meisterwerken der musikalischen Ausdruckskraft gehören. Darunter finden sich Klassiker der Klavierliteratur von der „Träumerei“ bis zur „Arabeske“, von Koryphäen ihres Fachs wie Vladimir Horowitz oder Maria João Pires gespielt. Der Sinfonik sind mehrere Kapitel gewidmet wie der kraftvolle 1. Satz der „Rheinischen Sinfonie“ unter der Leitung von John Eliot Gardiner oder Leonard Bernsteins Deutung der „2.Sinfonie“.

Aus der Vielzahl der wunderbaren Kunstlieder wurden unter anderem Auszüge aus der „Dichterliebe“ und Hits wie „Der Nussbaum“ ausgewählt, die mit Charakterstimmen von Fritz Wunderlich bis Bryn Terfel erstklassig erklingen. Und die Kammermusik ist mit verschiedenen Sätzen aus dem Klavierquintett, dem ersten Klaviertrio und der ersten Violinsonate vertreten, die unter anderem von Künstlern wie dem Beaux Art Trio, Gidon Kremer und Martha Argerich interpretiert werden. „Schumann Gold“ bietet damit ein Füllhorn der musikalischen Glücksmomente, in bewährter künstlerischer und editorischer Qualität und zu einem verblüffend günstigen Preis.