Klassik Newsletter

Sie wollen immer aktuell informiert sein? Unser Newsletterservice versorgt Sie wöchentlich mit allem zum Thema klassische Musik.

OK

Nichts verpassen

Nutzen Sie KlassikAkzente Online auch wenn Sie nicht auf unserer Seite sind:
Social Networks:

Artikel

21.04.2010
Ludwig van Beethoven

Fidelio-Premiere Komische Oper

Ludwig van Beethoven, Fidelio-Premiere Komische Oper Credit: Monika Rittershaus Fidelio - vlnr: Jaquino: Christoph Späth, Marzelline: Maureen McKay, Rocco: Jens Larsen Credit: Monika Rittershaus

Sein ganzes Leben lang trug sich Beethoven mit Plänen für Opernkompositionen, und länger als ein Jahrzehnt rang er mit seinem einzigen schließlich realisierten Projekt: der Oper »Fidelio«. Den Stoff entnahm er einer französischen Rettungsoper, die ihrerseits auf eine wahre Begebenheit zurückgeht: Die Frau eines politischen Häftlings schleicht sich als Mann verkleidet in das Hochsicherheits-Gefängnis ein, wo ihr Gatte festgehalten wird. Es gelingt ihr, das Vertrauen des Kerkermeisters zu gewinnen und den Gefangenen vor dem sicheren Tod zu retten. So sehr Beethoven diese Geschichte mit ihren gewaltigen Möglichkeiten für dramatische Situationen angezogen haben mag, so weit dürfte die Dramatisierung, die ihm seine Librettisten lieferten, hinter den Erwartungen zurückgeblieben sein. Wo der Komponist nach einer Form suchte, um seinen politischen Überzeugungen Ausdruck zu verleihen, boten ihm seine Textfabrikanten nur konventionelle Dutzendware und konnten auch nichts anderes bieten. Aber Beethoven ließ nicht von seinem Plan und schuf eine Komposition, die die Qualität des Librettos weit überstieg und dem Singspieltext alle Harmlosigkeit austrieb. Eine Musik, die in jedem Takt von Beethovens Vision einer befreiten Menschheit spricht. Unübersehbar sind die Brüche in der – gelegentlich skurrile Züge tragenden – Mischung aus Sing-Spiel, Ideen-Drama, psychologischem Kammerspiel und Oratorium, die 1814 uraufgeführt wurde. Benedikt von Peter inszeniert jetzt Beethovens "Schmerzenskind" an der Berliner Komischen Oper neu und versucht, den unzweifelhaft vorhandenen dramatischen Gehalt des Werkes für unsere Zeit sicht-, hör- und nachvollziehbar zu machen.
Die Premiere findet am Sonntag, den 25. April um 19 Uhr statt. Weitere Aufführungen in dieser Spielzeit finden am 11. April, 1.,5.,9.,14.,20.,23. und 28. Mai, am 27. Juni sowie am 7. und 17. Juli. statt. Karten gibt es wie stets unter +49.(0)30.47 99 74 00.

Weitere Informationen unter www.komische-oper-berlin.de