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Max Richter

In the garden

Sehen Sie im Video Max Richter mit "In the garden" von seinem neuen Album "Three Worlds: music from Woolf Works". Schauen Sie rein!

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Kalendarium
Das geschah am 22. August: 1847 *

Sir Alexander Mackenzie (Komponist) wurde in Edinburgh geboren.

1576

Balint Bakfark (Komponist) starb in Padua in Italien.

1862 *

Claude Debussy wurde in St. Germain-en-Laye in Frankreich geboren.

1879

Friedrich August Kummer (Komponist) starb in Dresden.

1928 *

Karlheinz Stockhausen (Komponist) wurde in Mödrath geboren.

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Über das Label

Die Editions de L'Oiseau-Lyre wurde 1932 in Paris gegründet. Dabei handelte es sich ursprünglich um einen Musikverlag, den die australische Geschäftsfrau und Barockmusik-Liebhaberin Louise Hanson-Dyer ins Leben gerufen hatte. Eine der ersten editorischen Leistungen war die vollständige Ausgabe der Werke von François Couperin, ein Projekt, das Hanson-Dyer in Zusammenarbeit mit der Cembalistin Wanda Landowska hatte verwirklichen können. Und obwohl die editorische Arbeit in erster Linie sich auf Musik der Barockzeit konzentrierte, engagierte sich die Labelchefin auch für Zeitgenössisches und verlegte beispielsweise Werke der französischen Komponisten Koechlin und Milhaud.

Als nach den Zweiten Weltkrieg die Ära der Langspielplatte begann und sich die technischen Möglichkeiten, Musik auf Tonträgern festzuhalten, erheblich verbesserten, entschied sich das Unternehmen zur Expansion und beschloss, selbst Aufnahmen zu produzieren. Toningenieure der Decca konnten für die Mitarbeit gewonnen werden und legten den Grundstein für ein breites Repertoire mit stilistisch sehr unterschiedlichen Künstlern und Schwerpunkten.

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. In den 1950er und 1960er Jahren entstanden zahlreiche hoch gelobte Langspielplatten unter dem Signum von L'Oiseau-Lyre. Joan Sutherlands erste Aufnahmen gehörten dazu, ebenso die berühmt gewordenen Berlioz-Dirigate des jungen Colin Davis. Stuart Burrows war einer von den Künstler von l'Oiseau-Lyre, ebenso Janet Baker, so wie überhaupt die Jahre bis hinein die Siebziger als Aufbruchsphase der Tonträgerära ein weites Spektrum der musikalischen Aktivitäten ermöglichten. Viel beachtet wurden beispielsweise der Shostakowitsch-Zyklus des Fitzwilliam Quartets, Platten mit Musik von Hans Werner Henze, Peter Maxwell Davis oder auch die Recitale von Shura Cherkassky und Jorge Bolet.

Im Jahr 1970 übernahm Decca das Label und bereits 1973 gelang dem Team ein besonderer Coup: Christopher Hogwood verwirklichte Arnes „Eight Overtures“ mit The Academy Of Ancient Music. Es handelte sich um die erste Aufnahme im Kontext der historischen Aufführungspraxis auf Original-Instrumente für L'Oiseau-Lyre und war somit der Startschuss für eine ganze Reihe von Projekten, die dieser damals noch neuen Bewegung eine Richtung gaben. Denn das Album erschien ihm Rahmen der Serie „Florilegium“, die sich im Besonderen der Musik der Barockzeit, der Klassik und Romanik auf historischen Instrumenten oder möglichst authentischen Kopie widmete und auf musikwissenschaftlicher Erforschung der originalen Noten, Instrumentierungen und Darstellungsgewohnheiten der jeweiligen Epoche basierten.

Der Name der Reihe „Florilegium“ stammte übrigens von einem Cembalo der Firma Ruckers und wurde ursprünglich für einen kunstvolle Verzierung verwendet. Er wurde bei L'Oiseau-Lyre aber zu einem Markenzeichen für mehr als zwei Jahrzehnte intensive Aufnahmetätigkeit (bis 1992). Federführend war dabei der Decca-Produzent Peter Wadland, der sich zum einen um die historische Präzision und wissenschaftliche Fundierung der Projekte, darüber hinaus aber auch um die besondere Qualität der auf die veränderten Spieltechniken abgestimmten Aufnahmetechniken verdient machte. Er war es auch, der viele neue und relevante Künstler zu L'Oiseau-Lyre brachte, die das Profil des Labels schärften und seinen Ruf als Autorität in der Szene schärften.

Das Repertoire dieser Jahre reichte von einfachen Liedern bis hin zu Orchestermusik der frühen 19.Jahrhunderts und bereits die Menge der herausragenden Veröffentlichungen erscheint aus heutiger Sicht verblüffend. So widmete sich zum Beispiel in den Achtzigern The Medieval Ensemble unter der Leitung von Peter und Timothy Davis mit wegweisenden Aufnahmen der Musik von Dufay und Ockeghem. Als besonders ergiebig sollte sich die über ein Vierteljahrhundert währende Zusammenarbeit mit Christopher Hogwood und der Academy Of Ancient Music erweisen. Es entstanden zahlreiche wichtige Werkausgaben und Zyklen wie zum Beispiel der Theatermusiken von Purcell, der Symphonien und Klavierkonzerte (Solist Robert Levin) von Mozart, der Symphonien und Klavierkonzerte von Beethoven mit Steve Lubin als Solist, des Symphonien von Haydn und verschiedene Werkkomplexe aus den Oeuvres von Händel und Vivaldi.

Darüber hinaus veröffentlichte Catherine Bott in den späten Achtzigern ihr ersten Solo-Album unter dem Dach von L'Oiseau-Lyre und setzte die Zusammenarbeit daraufhin mit mehreren Solo-Aufnahmen fort. Berühmt wurden außerdem mehrere Projekten mit Werken von Dowland, die Emma Kirkby zusammen mit Anthony Rooley und den Consort of Musicke erarbeitete, und natürlich ihre Kooperationen mit Hogwood, die sich der Musik von Purcell, Händel und Vivaldi widmeten. Viele dieser oft wegweisenden Langspielplatten wurden übrigens während des vergangenen Jahrzehnts nach den neuesten Erkenntnissen der Studiotechnik remastered und sind inzwischen auf CD erhältlich.

Noch ein paar Worte zur Oper, die ebenfalls in den achtziger Jahren ihren Weg in das Repertoire von L'Oiseau-Lyre fanden. Ein wichtiger Schritt war beispielsweise die Aufnahme von Mozarts Da-Ponte-Opern (ergänzt um die „Zauberflöte“), die Arnold Östman zusammen mit dem Drottningholm Court Theatre verwirklichte. In den neunziger Jahren war Cecilia Bartoli einer der Stars des Programms und sang unter anderem Händels „Rinaldo“, Haydn „Orfeo ed Euridice“ und „La Clemenza di Tito“ für das Label mit Christopher Hogwood und dessen Team an ihrer Seite. In den späten Achtzigern stieß außerdem der französische Cembalist Christophe Rousset zu L'Oiseau-Lyre, der in der Folgezeit viel Bach (vor allem Cembalo-Konzerte und die „Goldberg-Variationen“), aber auch Oper-Raritäten wie Händels „Riccardo Primo“, Mondonvilles „Les Fêtes der Paphos“ und Werke von Couperin und Rameau mit seinem eigenen Ensemble Les Talents Lyriques einspielte.

Raymond McGill, Decca Music Group
Übersetzung: Ralf Dombrowski