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Über das Label

Decca Records ist eine britische Plattenfirma. Sie wurde 1929 von Edward Lewis gegründet.

Der Firmenname „Decca“ hat seine Wurzeln im frühen 20.Jahrhundert und war zunächst mit dem „Decca Dulcephone“ verknüpft, dem gleichnamigen und sehr beliebten tragbaren Grammophon (patentiert 1914) der Firma Barnett Samuels & Sons. Dabei handelt es sich um ein von Wilfred S. Samuel geschaffenes Kunstwort, das sich aus dem „D“ von „Dulcet“ oder „Dulcephone“ und „Mecca“ zusammensetzte. Die ursprüngliche Decca Gramophone Co. Ltd. wurde 1929 an ein Konsortium unter der Leitung des ehemaligen Börsenmaklers Edward Lewis verkauft und in Decca Records Ltd. umbenannt. Sie konzentrierte sich in den folgenden Jahren auf Produktion und Verkauf von Tonträgern und avancierte schnell zur damals zweitgrößten unabhängigen Plattenfirma der Welt, die sich selbst „The Supreme Record Company“ nannte.

Geschickte Unternehmensführung führte dazu, dass Decca Records von den dreißiger Jahren an rasant wuchs. So kaufte die Firma 1932 die britische Konkurrenzfirma Brunswick Ltd., holte damit Künstler wie Al Jolson und Bing Crosby ins Programm und expandierte 1934 nach Amerika. In den folgenden Jahren gehörten Stars wie Louis Armstrong, Count Basie, Jimmie Lunceford, Jane Froman, The Boswell Sisters, Billie Holiday, The Andrews Sisters, Ted Lewis, Judy Garland, The Mills Brothers, Billy Cotton, Guy Lombardo, Chick Webb, Louis Jordan, Bob Crosby, The Ink Spots, Dorsey Brothers, Jack Hylton, Victor Young, Earl Hines, Claude Hopkins oder auch Sister Rosetta Tharpe, die erste Soul Sister der Schallplattengeschichte, zum Stamm der Decca-Künstler.

Decca heute ist ein breit aufgestelltes Unternehmen mit mehreren Schwerpunkten. Zum einen kümmert sich das Label um die Entdeckung neuer musikalischer Talente aus unterschiedlichen Sparten von Pop und Rock bis Folk und Americana. Auf der anderen Seite widmet sie sich intensiv der eigenen Tradition in den Bereichen Klassik und Jazz, die bereits zahlreiche wegweisende Aufnahmen hervorgebracht hat. Zu den prägenden Künstlern der Gegenwart unter dem Dach der Decca zählen beispielsweise Robert Plant, Imelda May, William Orbit, Kirsty Almeida, Melody Gardot, Stefano Bollani, Eric Whitacre, Nikki Yanofsky, Riccardo Chailly oder auch Andrea Bocelli.

Zur Unternehmensfamilie von Decca Records gehören Decca Classics, Concord Records, Philips und Verve Records, Blue Thumb, Rounder Records und Universal Classics & Jazz.

Universal Classics & Jazz (UCJ, jetzt Decca)

Universal Classic & Jazz (UCJ) hat sich zu einem der spannendsten Labels für klassische Musik und Jazz in England zusammengeschlossen. Bereits das Nr.1-Label für Klassik in Großbritannien, ist diese Fusion nun in gleichem Maße auf dem Gebiet von Jazz und zeitgenössischer, zeitgemäßer Musik für Erwachsene aktiv. Es ist eines der grundlegenden Zielen des Unternehmens, herausragende Talente der jungen Generation zu finden und zu fördern, auf dem höchstmöglichen gestalterischen und künstlerischen Niveau. Zu den Stars im Programm von UCJ gehören unter anderem Jamie Cullum, Aled Jones und Nicola Benedetti.

Decca

Die Ursprünge der Decca Record Company reichen bis in die 1920er Jahre zurück und sind von Anfang an auch mit besonderen Maßstäben der Aufnahmetechnik verbunden. Bereit um 1945 wurde bei klassischen Mitschnitten das besonders ausgereifte Verfahren des Full Frequency Range Recording eingesetzt. Im folgenden Jahrzehnt gehörte Decca zu den Pionieren der Stereo-Technik. Der Qualitäts-Standard des Labels bei Klassik-Produktionen ist bis heute Maßstab und so haben im Laufe der Jahre zahlreiche Weltstars ihre Aufnahmen unter der Leitung der Decca verwirklicht wie zum Beispiel Juan Diego Florez, Andrea Bocelli, Renee Fleming, Cecilia Bartoli und Luciano Pavarotti.

Rounder Records

Rounder Records ist eine unabhängige Plattenfirma mit Sitz in Burlington, Massachusetts. Sie wurde 1970 von den Studenten Ken Irwin, Bill Nowlin und Marina Leighton-Levy noch während ihrer Zeit an der Universität ins Leben gerufen und entwickelte sich schnell zur einem der führenden Independent Labels in Amerika. Da Rounder Records auch die Aufgaben eines Vertriebs übernahm, versammelten sich unter seiner Ägide zeitweilig bis zu 450 kleinere Labels mit inhaltlichem Schwerpunkt auf Folk und Roots Musik. In den 1990er Jahren beschloss das Unternehmen, sich auf eigene Produktionen zu konzentrieren und das Vertriebs-Geschäft abzugeben. Im vergangenen Jahrzehnt, kurz nach der Fusion der Label-Familien von PolyGram und MCA, beschloss Rounder Records, seine Geschäft unter dem Dach der Universal Music Group weiterzuführen, und unterzeichnete einen Produktions- und Vertriebs-Vertrag mit dem starken Partner. Zu den bekanntesten Künstlern der Rounder-Familie zählen unter anderem Harry Connick Jr., Béla Fleck und Allison Krauss.

Concord Records

Concord Records und Fantasy (mit den Labels Riverside, Prestige, Milestone und Pablo) gehören zu den namhaftesten Plattenfirmen der Jazzgeschichte. Im Jahr 1972 von dem Autohändler und begeisterten Jazzfan Carl Jefferson gegründet, schaffte es das Unternehmen rasch, Künstler wie Ray Charles, Count Basie, Ray Brown, John Coltrane, Miles Davis, Stan Getz, Ella Fitzgerald, Sonny Rollins, Bill Evans unter Vertrag zu nehmen. Concord Records, das seit der Fusion mit Fantasy 2004 und Telarc 2005 unter dem Namen Concord Music Group arbeitet und mit dem Sublabel Concord Picante auch Latin-Künstler featured, gilt als erste Adresse des Mainstream Jazz und zählt unter anderem Peter Cincotti, Curtis Stigers und Michael Bolton zu seinen Label-Stars.

Philips

Die Tonträgersparte des Elektronik-Konzern Philips startete 1947 mit der Markteinführung der Langspielplatte. Zunächst entstanden Produktionen in Kooperation mit dem Niederländischen Rundfunk, die sich jedoch in der 1950er Jahren verselbständigten. Die hohen Qualitätsstandards der Aufnahmen sorgten dafür, dass Künstler wie Antal Dorati, Eugen Jochum, Clara Haskil, später auch Sir Colin Davis, Bernard Haitink, Sir Neville Marriner mit der Academy Of St. Martin In The Fields und Alfred Brendel unter dem Signum Philips aufnahmen. Seit 1980 war Philips das dritte Klassik-Label neben der Deutschen Grammophon und Decca unter dem Dach der PolyGram, die wiederum in 1998 in die Universal Music Group eingegliedert wurde.

Verve

Das Jazz-Label Verve wurde 1954 von dem Impressario Norman Granz gegründet, der es zunächst als Plattform für die Künstler der von ihm betreuten Konzertreihe „Jazz At The Philharmonic“ gedacht hatte. Stars wie Ella Fitzgerald, Oscar Peterson, Count Basie, Dizzy Gillespie oder auch Louis Armstrong sorgten jedoch schnell dafür, dass Verve Records zu einem großen Namen der Jazz- und Entertainment-Szene wurde. Heute zählt die Plattenfirma Verve / Universal Jazz zu den bekanntesten Labels des Genres überhaupt und hat Künstler wie Diana Krall, Lizz Wright, Madeleine Peyroux oder Till Brönner unter Vertrag.

Text: Ralf Dombrowski