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Händel: Tu del Ciel ministro eletto

Sie sehen das Video zu Georg Friedrich Händels: "Tu del Ciel ministro eletto" aus "Il Trionfo del Tiempo e del Disinganno - Oratorio".

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Ludovico Einaudi, Klangmagie vom Feinsten – Ludovico Einaudis Tour-Edition Elements
Ludovico Einaudi

Klangmagie vom Feinsten – Ludovico Einaudis Tour-Edition "Elements"

Tracklisting

Alexei Lubimov, Misterioso, 00028947631088

Misterioso

Alexei Lubimov, Kirill Rybakov, Alexander Trostiansky
Format:
CD
Label:
ECM New Series
VÖ:
08.09.2006
Bestellnr.:
00028947631088
Produktinformation:

Für Alexei Lubimov haben gute Zeiten angefangen. Der Pianist auis Moskau zählt inzwischen international zu den angesehenen Interpreten zeitgenössischen Repertoires, hat während der vergangenen Jahre verschiedene vielbeachtete Projekte wie etwa seine Recitalprogramme "Der Bote" (2002) und "Messe Noire" (2005) verwirklicht und hat außerdem die Möglichkeit, sein Wissen und seine musikalische Leidenschaft als Professor für Klavier und Hammerklavier am Salzburger Mozarteum an die nachfolgende Generation weiter zu geben. Dieser Austausch mit den Künstlern von morgen ist ihm ausgesprochen wichtig und so hat er sich für sein aktuelles Album "Misterioso" mit dem Klarinettisten Kyrill Rybakov und dem Geiger Alexander Trostiansky für eine Reise in die melodische Avantgarde der Gegenwart zusammengetan.

Es ist eine ungewöhnliche Besetzung, aber auch eine, die überraschende Klangfarben generieren kann. Wirklich entdeckt wurde die Kombination von Klavier, Klarinette und Violine erst während des vergangenen Jahrhunderts mit Werken wie Strawinskys "L'Histoire du Soldat" oder Bartóks "Contrasts" und so reicht auch das Repertoire von "Misterioso" lediglich bis 1949 zurück. Das hat durchaus Vorteile für die Gestaltungskraft der Komponisten. Sie müssen sich nicht an jahrhundertelanger Tradition orientierten, sondern können unabhängig sich mit den kommunikativen Möglichkeiten dieser Trio-Besetzung auseinander setzen. Die Aufnahmen für das gemeinsame Debüt von Rybakov, Trostianky und Lubimov stellte sich daher für den Pianisten als mehrfach reizvoll heraus: "Zunächst verbindet uns unser starkes gemeinsames Interesse für zeitgenössische Musik. Mit jüngeren Kollegen zu spielen, ist dabei für mich zunehmend wichtiger geworden. Kyrill Rybakov und Alexander Trostiansky verknüpfen scharfsinnige musikalische Intuition mit immensem professionellen Sachverstand. Außerdem sind für mich die praktischen Erfahrungen mit dem musikalischen Erscheinungsbild einer anderen Generation von großem Wert. Sie haben für mich bereits wie eine Energiequelle gewirkt." Seit mehreren Jahre stehen Lubimov, Rybakov und Trostiansky gemeinsam auf der Bühne und verstehen sich selbst eher als drei sich ergänzende Musikpersönlichkeiten, als als festes Trio. Umso mehr Spielräume bietet diese Kombination für die Umsetzung des zeitgenössisch modernen Repertoires.
 Beispiel Galina Ustvolskaya. Die Schülerin von Dimitri Schostakowitsch wagte sich 1949 mit ihrem "Trio" erstmals an die Kombination von Klavier, Klarinette und Violine. Es wurde ein Meisterstück des noch jungen Genres, das mehr denn je durch seine emotionale Intensität betört. Die "Violinsonate" wiederum gehört zu ihren jüngeren Werken und war Teil des Festprogramms, das Lubimov und seine Partner für ihren 85.Geburtstag anno 2004 in St. Petersburg vorbereitet hatten. Im Zentrum des Albums "Misterioso" wiederum steht eine Bearbeitung von Arvo Pärts "Spiegel im Spiegel", das ursprünglich für die Kombination Geige und Klavier gedacht war, aber vom Komponisten als kongenial anerkannt wurde, nachdem er eine Version von Lubimov und Rybakov gehört hatte. Valentin Silvestrov schließlich gilt inzwischen als Protagonist der Kiewer Avantgarde, obwohl er form- und werterhaltend komponiert. Seine motivischen Bezugspunkte weisen dabei weit über seine eigene stilistische Epoche hinaus und lassen sich von Mozart, Chopin und Brahms ebenso inspirieren wie von der Klangwelt des Fin de Siècles und der minimalistischen Moderne. Seine Komposition "Misterioso" gab dem Album seinen Titel und das dreisätzige "Post Scriptum" leitet behutsam melodisch in den musikalischen Kontext des Repertoires hinein. So ist dem Trio eine außergewöhnliche Einspielung gelungen, die der Kammermusik der Gegenwart bislang kaum beachtete Farben und Facetten hinzufügt.