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Händel: Tu del Ciel ministro eletto

Sie sehen das Video zu Georg Friedrich Händels: "Tu del Ciel ministro eletto" aus "Il Trionfo del Tiempo e del Disinganno - Oratorio".

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Tracklisting

Trio Mediaeval, Stella Maris, 00028947630210

Stella Maris

Trio Mediaeval
Format:
CD
Label:
ECM New Series
VÖ:
23.09.2005
Bestellnr.:
00028947630210
Produktinformation:

"Diese Gruppe ist atemberaubend", meinte der Rezensent des Wall Street Journals und fasste damit zahlreiche ähnliche Elogen seiner Kollegen auf kleinstem Raum zusammen. Tatsächlich unterscheidet sich das Trio Mediaeval deutlich von anderen Formationen der Vokalmusik. Die beiden Sopranistinnen Anna Maria Friman, Linn Andrea Fuglseth und die Mezzosopranistin Torunn Østrem Ossum lehnen Kategorisierungen strikt ab, sie gehen sogar noch darüber hinaus und kombinieren bewusst historische Stücke aus dem Mittelalter oder der frühen Neuzeit mit Kompositionen der Gegenwart. Da macht auch ihr drittes Album "Stella Maris" keine Ausnahme.

Als das Trio Mediaeval vor sechs Jahren sein Debüt "Words Of The Angel" vorstellte, war die Presse überrascht und das Publikum begeistert. Den drei bis dato unbekannten Skandinavierinnen war es gelungen, ein Klanggefüge zu schaffen, das nicht nur von besonderer akustischer Sensibilität zeugte, sondern eine individuelle Vorstellung von Repertoiregestaltung und Interpretationskultur präsentierte, die aus dem üblichen Rahmen der klassischen Vokalmusik fiel. Mit Unterstützung des ehemaligen Hilliard-Tenors John Potter hatten sie es gewagt, alt und neu zu kombinieren, ohne sich um die gängigen musikhistorischen Schubladen zu kümmern. Damit konterkarierten sie nicht nur die Denkweise eines aufsteigenden Kulturmodells, das mit zunehmender Komplexität steigende Qualität suggeriert, sondern schufen darüber hinaus auch einen ungewohnten Klangraum, der über das Mittel des Kontrastes die einzelnen Qualitäten und Charakteristiken der Musikstücke erst recht zur Geltung kommen ließ. Das Resultat war frappierend und die Botschaft wurde verstanden. "Words Of An Angel" kletterte die Verkaufshitparaden hinauf und hinterließ bei vielen Hörern einen tiefen Eindruck. Die Fortsetzung des Konzeptes knüpfte vier Jahre später unter dem Titel "Soir, dit-elle" erfolgreich an die ursprüngliche Idee an. Und auch das dritte Kapitel der Geschichte variiert das Thema Vergangenheit und Gegenwart. Stella Maris stellt Werke der englischen und französischen Conductus-Tradition des 13.Jahrhunderts der zeitgenössischen geistlichen Komposition "Missa Lumen de Lumine" der Koreanerin Sungji Hong gegenüber.

Die Auswahl der Stücke ist dabei die Folge einer Mischung aus persönlichen Vorlieben und konzeptueller Stimmigkeit, die sich für Anna Maria Friman wiederum aus dem besonderen künstlerischen Verhältnis der Musikerinnen ergibt: "Wie haben enormen Respekt voreinander und vertrauen uns gegenseitig. Wir meinen, dass jedes Konzert etwas Spezielles und Einzigartiges haben sollte. Und wir sind, was unsere Klangvorstellungen betrifft, sehr glücklich, dass wir kurz nach der Gründung unsere Gruppe eine natürliche musikalische Mischung gefunden hatten. Darüber hinaus haben wir uns seitdem sehr verändert und weiter entwickelt. Unsere Stimmen allerdings verwenden wir noch immer so, wie es für uns angenehm ist, und versuchen, keinen bestimmten Sound zu kreieren, sondern uns auf die Musik und auf das, was aus ihr hervorgeht, zu konzentrieren". So ist Stella Maris wieder ein Experiment, das sieben zwei- und dreistimmige, anonyme Conductus-Gesänge aus England und Frankreich mit der für das Trio Mediaeval geschriebenen, am liturgischen Ablauf orientierten "Missa Lumen de Lumine" Sungji Hongs verknüpft und auf diese Weise eine musikalische und kulturgeschichtliche Brücke zwischen nah und fern, historisch und gegenwärtig schlägt: "Wir können natürlich nicht wissen, wie die mittelalterlichen Stücke in ihrer Zeit geklungen haben, vor allem weil wir von wenigen Ausnahmen abgesehen Musik singen, die für Männer geschrieben war. Unser Ziel ist es, aus der Vergangenheit zu holen, was für die Gegenwart von Relevanz ist. Wir nehmen uns die Freiheit, den Mangel an Offensichtlichkeit als kreative Chance zu verstehen". Und das ist die fortgeschrittene Kunst der Interpretation.