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Seong-Jin Cho

Chopin: Nocturne in C-moll (Ausschnitt)

Sie sehen die Liveaufnahme des 17. Gewinners des internationalen Chopin-Wettbewerbs Seong-Jin Cho mit seiner der Interpretation der Nocturne in C-Moll Op. 48 Nr. 1.

© The Fryderyk Chopin Institute, Polish Television TVP 2015

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Gewinnspiel

Daniil Trifonov, Musikalisches Feuerwerk – das Silvesterkonzert mit Daniil Trifonov und den Berliner Philharmonikern
Daniil Trifonov

Musikalisches Feuerwerk – das Silvesterkonzert mit Daniil Trifonov und den Berliner Philharmonikern

Tracklisting

Anja Lechner, Chants, Hymns And Dances, 00602498196137

Chants, Hymns And Dances

Anja Lechner, Vassilis Tsabropoulos, Vassilis Tsabropoulos
Format:
CD
Label:
ECM New Series
VÖ:
06.09.2004
Bestellnr.:
00602498196137
Produktinformation:

George Ivanovitch Gurdjieff war eine der rätselhaften Gestalten des vergangenen Jahrhunderts. Zum einen ein geistiger Führer eines engen Kreises von Schülern, zum anderen ein vielbegabtes Allroundtalent, hinterließ er verborgene Spuren in der Kulturgeschichte, die erst Jahrzehnte nach seinem Tod wiederentdeckt wurden. Inzwischen gilt er neben den philosophischen Schriften auch als einer der wichtigen griechisch-armenischen Komponisten der Neuzeit und sein Werk wird in international geschätzt. Besonders bemerkenswert ist dabei die neue  Aufnahme von Cellistin Anja Lechner mit dem Pianist Vassilis Tsabropoulos, die im Rahmen der ECM New Series den mystischen Qualitäten von Gurdjieffs Kompositionen nachspürt.

Nach Gurdjieffs Tod geriet seine Musik fast völlig in Vergessenheit, bis der Pianist Keith Jarrett sich ihrer annahm, sie mit seinem Album "Sacred Hymns of G.I. Gurdjieff" einem größeren Publikum bekannt machte und so eine kleine Renaissance einleitete. Seitdem sind verschiedene neue Bearbeitungen von Gurdjieffs Werken erschienen, nun widmen sich Anja Lechner und Vassilis Tsabropoulos mit viel Engagement seinem Andenken. Die Cellistin und Gründungsmitgleid des Rosamunde Quartetts und der griechische Pianist und Komponist betonen dabei die offenen Komponenten der Musik. Improvisation ist ein wichtiger Bestandteil ihrer Einspielung, die nahezu ohne jegliche Tonschnitte auf CD gebannt wurde. Gerahmt von den "Chants From A Holy Book" interpretieren die beiden elf Miniaturen des Meisters und fünf Ergänzungen aus Tsapropulos' Feder als Zyklus feinsinniger Klanggestalten, die die innere Kraft der Lieder zu erforschen suchen. Und das gelingt ihnen mit Bravour, denn sie konzentrieren sich ganz auf die Musik, ohne den philosophischen Anhang extensiv mit einzubeziehen. Ein stilvolles Widmungsalbum an einen fast vergessenen Sonderling der europäischen Kulturgeschichte.
Wer war nun dieser George Ivanovitch Gurdjieff (1877?-1949), der aus Alexandropol im südlichen transkaukasischen Gebiet Russlands stammt?  Sein Vater war Grieche, die Mutter Armenierin. Da der Junge sich als vielseitig begabt herausstellte, wurde er in die orthodoxe Kirche geschickt, wo er auf eine Priesterschaft und ein Leben als Arzt vorbereitet wurde. Gurdjieff fühlte sich innerhalb der engen geistigen Schranken jedoch nicht wohl und begann, auf eigene Faust spirituelle Studien durchzuführen. In den Jahren 1894 bis 1912 verschwand er aus der Öffentlichkeit, bildete sich im Mittleren Osten und in Asien fort, bis er 1913 in Moskau auftauchte und bereits ein ausgereiftes Konzept als Lehrer im Gepäck hatte. Als Charismatiker machte er großen Eindruck auf die russischen Intelligenzija und hatte bald eine ansehnliche Anzahl von Schülern um sich versammelt, zu denen unter anderem der Autor P.D.Ouspensky und der Komponist Thomas de Hartmann gehörten. Während der russischen Revolution musste Gurdjieff fliehen und ließ sich mit seinen Gefolgsleuten zunächst im Kaukasus, dann in Istanbul, schließlich bei Paris in Fontainebleau nieder. Dort gründete er 1922 sein "Institut für die harmonische Entwicklung des Menschen", das sich aufgrund seiner unkonventionellen Lehrmethoden als Anziehungspunkt für unterschiedlichste europäische Intellektuelle entwickelte. Nach einem Verkehrsunfall 1924 beschloss Gurdjieff, seine Aktivitäten zu drosseln, konzentrierte sich mit Ausnahme einiger Amerika-Reisen auf die theoretische und praktische Arbeit vor Ort.
Zu Gurdjieffs Lehrinhalten gehörten vor allem drei Dinge: die Ideen (mündliche wie niedergeschriebene), Bewegung und Musik. Letztere entwickelte er oft spontan aus dem Moment heraus. Vor allem in dem Komponisten Thomas de Hartmann und dessen Frau Olga, die sich von 1917 bis 1930 als seine Schüler betrachteten, fand er tatkräftige Unterstützung. Mehrere hundert Stücke brachten sie zu Papier (vor allem zwischen 1925 und 1927).

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George Ivanovitch Gurdjieff
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George Ivanovitch Gurdjieff
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Vassilis Tsabropoulos
Trois morceaux après des hymnes byzantins
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Vassilis Tsabropoulos
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