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Seong-Jin Cho

Chopin: Nocturne in C-moll (Ausschnitt)

Sie sehen die Liveaufnahme des 17. Gewinners des internationalen Chopin-Wettbewerbs Seong-Jin Cho mit seiner der Interpretation der Nocturne in C-Moll Op. 48 Nr. 1.

© The Fryderyk Chopin Institute, Polish Television TVP 2015

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Gewinnspiel

Luciano Pavarotti, Oh du Fröhliche – durch die Weihnachtszeit mit Luciano Pavarotti
Luciano Pavarotti

Oh du Fröhliche – durch die Weihnachtszeit mit Luciano Pavarotti

Tracklisting

Kim Kashkashian, Neharót, 00028947632818

Neharót

Kim Kashkashian
Format:
CD
Label:
ECM New Series
VÖ:
28.08.2009
Bestellnr.:
00028947632818
Produktinformation:

„Neharót“ ist eine Sammlung zeitgenössischer Elegien. Trauer und Sehnsucht, Erinnerung und Passion liegen eng beieinander und finden ihr Zentrum in den Klängen der Viola von Kim Kashkashian. Dabei nutzt die amerikanische Bratschistin armenischer Abstammung alle Freiheiten ihres Instruments, sowohl die der eigenen spieltechnischen Kompetenz wie auch die des im Vergleich zur Geige weitmaschig geknüpften Traditionsnetzes, das weit weniger Festlegungen bereit hält als andere Sparten und Überlieferungen. „Neharót“ führt Kim Kashkashian von einer melodischen Klangmeditation Betty Oliveros über zarte und sinfonische armenische Impressionen Tigran Mansurians bis hin zu Eitan Steinbergs kammermusikalischem Finale für Viola und Streichquartett. Das Album zählt zusammen mit Thomas Zehetmairs sensationeller Interpretation der „24 Capricci für Solo-Violine“ von Niccolò Paganini und András Schiffs Beschäftigung mit den „Partiten BWV 825-830“ von Johann Sebastian Bach zu den Schwerpunkten des Musikherbstes bei ECM New Series.

Ebenfalls klar in der Tradition verankert sind die drei Kompositionen von Tigran Mansurian, die Kim Kashkashian und der Komponist persönlich vorstellen. Da ist zum einen „Tagh for the Funeral of the Lord“, ein auf einem armenischen Gesangsstück basierendes Intermezzo, das Mansurian für die Viola-Spezialistin und die Perkussionistin Robyn Schulkowsky bearbeitet hat. Das kurze Wiegenlied „Oror“ seines Landsmanns Komitas dient als Überleitung zum dreisätzigen orchestralen Widmungsstück an Kashkashian „Three Arias (Sung out the window facing Mount Ararat)“, mit dem Mansurian das musikalische Erinnern an eine Zeit pflegt, als die alten armenischen Stätten des heiligen Berges noch nicht durch eine türkische Landesgrenze abgetrennt waren. Das Programm des Albums schließt schließlich mit einer Bearbeitung der ursprünglich für Flöte, Klarinette, Streichtrio und Klavier geschriebenen Komposition des Leiters der Musikabteilung der Universität Haifa Eitan Steinberg, der wiederum chassidische Elemente einer Vertonung eines Gedichts auf eine rituelle Mahlzeit des Sabbats in kammermusikalische Form brachte. Unter der Ägide von Kim Kashkashian entwickelt sich diese Reise durch die Traditionszusammenhänge an der Grenze von Orient und Okzident zu einem faszinierend transparenten und zugleich hoch emotionalen Tagebuch der Klangfeinheiten, das die bereits vielfach preisgekrönte interpretatorische Kompetenz der Weltklassemusikerin zu einem weiteren Glanzpunkt führt.

Es ist eine weite Reise. „Neharót Neharót“, der titelgebende Auftakt des Albums, stammt aus der Feder der israelischen Komponistin Betty Olivero. Ausgebildet in Tel Aviv und Yale, inspiriert und zwischenzeitlich unterrichtet von Luciano Berio, hat sie sich seit den neunziger Jahren als wichtige Stimme der internationalen Komponistenriege etabliert und lehrt inzwischen als Associate Professor für Komposition an der Bar-Ilan-Universität von Tel Aviv. „Neharót Neharót“ entstand 2006/7 unter den Eindrücken des menschlichen Leids, das die kriegerischen Auseinandersetzungen in Oliveros Heimatland tagtäglich hervorrufen. Die Mehrdeutigkeit des Titels, der sowohl das hebräische Wort für „Fluss“, wie das für „Tränen“ und für „Lichtstrahl“ andeutet, somit Facetten des Leids, der Trauer wie auch der Hoffnung in sich vereint, findet ihr Pendant in der Vielgestaltigkeit der Komposition, die abstrakte Momente mit kantablen Passagen, klare Traditionsbezüge etwa auf Monteverdis Melodienwelt und individuelle Klangfarben zu einer bewegenden Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart vermischt.