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Max Emanuel Cencic

Leo: Non fidi al mar che freme (Scipione nelle Spagne)

Star-Countertenor Max Emanuel Cencic singt "Non fidi al mar che freme" aus der Oper Scipione nelle Spagne, komponiert von Leonardo Leo.

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Ludovico Einaudi, Klangmagie vom Feinsten – Ludovico Einaudis Tour-Edition Elements
Ludovico Einaudi

Klangmagie vom Feinsten – Ludovico Einaudis Tour-Edition "Elements"

Tracklisting

Arianna Savall, Tulve: Lijnen, 00028947663898

Tulve: Lijnen

Arianna Savall, NYYD Ensemble, Stockholm Saxophone Quartet, Silesian String Quartet, Olari Elts
Format:
CD
Label:
ECM New Series
VÖ:
30.05.2008
Bestellnr.:
00028947663898
Produktinformation:

Wenn man so will, dann hat es Helena Tulve besser gehabt als ihre estnischen Kollegen. Arvo Pärt musste noch den bitteren Prozess der Anpassung und schließlich Zwangsaussiedlung hinnehmen, die ihm als nicht konformen Komponisten einer Sowjet-Republik im Anschluss an die Weigerung der ästhetischen Anpassung blühte. Erkki-Sven Tüür hingegen kam bereits in prägenden Schaffensphasen in den Genuss der Vorboten der Perestrojka in Form zunehmender Reisefreiheit, die ihn bereits zwei Jahre vor der Ostöffnung etwa nach Finnland brachte. Helena Tulve hingegen war in der Lage, nach ihrer Ausbildung in Tallin in Paris zu studieren, wo sie 1994 mit dem ersten Preis aus Jacques Charpentiers Kompositionsklasse am Conservatoire Supérieur de Paris entlassen wurde. Später konnte sie am IRCAM von Pierre Boulez arbeiten, wie die Finnin Kaija Saariaho ebenso mit der Ästhetik der französischen Spektralisten vertraut werden, sich mit elektronischer Musik eingehend befassen und neben dem Studium des Gregorianischen Gesangs auch noch Meisterkurse bei Koryphäen wie György Ligeti und Marco Stroppa besuchen.

In dieser Hinsicht hatte sie es deutlich besser, auch bequemer, ist dafür aber bereits in jungen Jahren mit einer Vielfalt der internationalen Impulse konfrontiert, die wiederum die Entscheidungen für eigene stilistische Stellungnahmen nicht erleichtern. "Lijnen" präsentiert sie daher als Suchende auf dem Weg zur Innensicht der Klangs, orientiert an Verläufen, am Fließenden der Reflexion wie der Empfindung, präzise behutsam in der Auswahl der darstellerischen Mittel nicht zuletzt außerordentlich heterogen. Denn das zwischen 1997 und 2006 aufgenommene Album bildet ihre Musik sowohl mit Kammerensemble wie mit Saxofonquartett oder zwei Flöten als solistischem Anker ab. Das Resultat ist ruhige, introspektive Musik zum Hineinhorchen, in sich selbst wie in die Räumlichkeit, Schönheit des Klanges.