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Mischa Maisky, Pro Arte Konzert: Mischa Maisky |  Moskauer Virtuosen
16.03.2018 Mannheim, Rosengarten Mozartsaal
Pro Arte Konzert: Mischa Maisky | Moskauer Virtuosen
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18.03.2018 Hamburg, Elbphilharmonie - Großer Saal
Mischa Maisky
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20.03.2018 KÖLN, Kölner Philharmonie
Moskauer Virtuosen | Mischa Maisky, Lily Maisky, Sascha Maisky
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21.03.2018 Berlin, Philharmonie
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Mischa Maisky Biografie

Mischa Maisky wurde am 10. Januar 1948 in Riga, Lettland, geboren. Seinen ersten Unterricht am Cello bekam er im Alter von acht Jahren, zunächst an der städtischen Musikschule, dann am Konservatorium von Riga. 1962 wechselte er an das Konservatorium von Leningrad und macht 1965 das erste Mal von sich reden, als er beim nationalen sowjetischen Musikwettbewerb den ersten Preis gewann. Im Anschluss an sein Debüt mit den Leningrader Philharmonikern bekam er von der Presse sogar den Spitznamen "Rostropovich der Zukunft" zugedacht.

Im folgenden Jahr gewann er den internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau und wurde am dortigen Konservatorium von Mstislaw Rostropovich in die Meisterklasse aufgenommen. Nachdem seine Schwester 1969 nach Israel ins Exil gegangen war, erschien Maisky dem Sowjet-System als Staatsfeind. Er wurde verhaftet, und 1970 in ein Arbeitslager gesteckt. Mehr als zwei Jahre lang konnte er sein Instrument nicht anrühren und schaffte es erst im Winter 1972, sich nach Israel abzusetzen.

Maisky ließ sich zunächst in Israel, dann in Brüssel nieder. 1973 gewann er die Gaspar Cassadó International Cello Competition in Florenz und bekam außerdem die Möglichkeit, in der Carnegie Hall zusammen mit dem Pittsburg Symphony Orchestra unter der Leitung von William Steinberg sein Debüt zu geben. Einer seiner Bewunderer war derart begeistert, dass er ihm ein Montagnana Cello aus dem 18. Jahrhundert als Dauerleihgabe zur Verfügung stellte. 1974 nahm Maisky dann noch einmal Unterricht, als Meisterschüler von Gregor Piatigorsky. Er ist damit der einzige Cellist, der sowohl bei Rostropovitch als auch bei Piatigorsky in die Lehre gegangen ist.

Von 1975 an gelang es Maisky, sich international auf den großen Konzertbühnen zu profilieren. Er tourte zunächst durch die USA, Europa, Australien und Fernost, spielte 1976 zum ersten Mal in London und ebendort 1977 zum ersten Mal mit Radu Lupu, neben Martha Argerich und Malcolm Frager einem seiner bevorzugten kammermusikalischen Partner. Im Jahr 1982 begann die Zusammenarbeit mit der Deutschen Grammophon mit der Aufnahme von Brahms "Doppelkonzert" gemeinsam mit Gidon Kremer und den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Leonard Bernstein. Seit 1985 ist Maisky exklusiv mit dem Label verbunden und hat seitdem zahlreiche großartige Einspielungen verwirklicht, unter anderem noch im selben Jahr seine erste Version von Bachs "Cellosuiten". Außerdem intensivierte er die Kooperation mit Argerich. 1992 trat er zum ersten Mal im Rahmen der Londoner Proms auf, im Jahr darauf gab er ein spektakuläres Duokonzert mit Argerich bei den Salzburger Festspielen.

Die folgenden Jahre waren von kontinuierlicher Arbeit im Studio und auf der Bühne geprägt, die aus Maisky einen der wichtigsten Cellisten seiner Generation werden ließen. Zu den zahlreichen ungewöhnlichen Projekten gehörte beispielsweise der Bach-Marathon in Zürich anno 2000, bei dem er sämtliche Cello-Werke von Bach an einem Tag in drei aufeinander folgenden Konzerten präsentierte. Überhaupt gab Maisky in jenem Jahr mehr als 100 Konzerte mit Bach-Werken in aller Welt. 2001 entstand dann die hochgelobte Duo-CD "Live In Japan" mit Argerich und Werken von Chopin, Frank, Debussy. Mit ihr gastierte er auch 2002 in der Carnegie Hall und im Kennedy Center, außerdem arbeitete er eng mit Sergio Tiempo ("Cello-Sonaten", Mendelssohn) und Vadim Repin zusammen.

Im Jahr 2003 konnte man ihn dann bei den Festivals in Verbier, Dubrovnik und Torroella erleben darüber hinaus in ganz Europa und Fernost (vor allem mit Dvoraks "Cellokonzert). In Brüssel entstand außerdem eine Live-Aufnahmen mit Argerich und den "Cello sonatas" von Prokofiev und Shostakovich und Stravinskys "Suite italienne".

Die folgenden Monate führten Maisky unter anderem nach Riga (Latvian National Symphony Orchestra) ,Spanien, Deutschland, nach Rom (mit Chung und dem Orchestra di Santa Cecilia), London (Royal Philharmonic Orchestr), Lissabon (Gulbenkian Orchestra), Paris (Orchestre Philharmonique de Radio France), Baltimore und Washington DC (Baltimore Symphony Orchestra), wobei sein vorrangiges Interesse dem Dvorakschen Cellokonzert galt, das Maisky bereits 2003 mit Mehta und den Berliner Philharmonikern für die Deutsche Grammophon auf CD festgehalten hatte.

6/2005