»Seine ungeheure Vielfalt an Farben und Strukturen, dynamischen Schattierungen und rhetorischen Gesten ist atemberaubend. Er kann singen und eine Linie halten, er weiß, wann Begleitfiguren unterzuordnen sind, und verfügt über ein riesiges Artikulationsspektrum.« BBC Music Magazine, London, November 2008
Ausverkauft und hochgelobt sind Lang Langs Auftritte in allen großen Konzertsälen der Welt. Als erster chinesischer Pianist wurde er von den Berliner Philharmonikern, Wiener Philharmonikern und den »fünf Großen« unter den amerikanischen Orchestern engagiert. Seine Begabung und Persönlichkeit machen ihn zum idealen Botschafter der klassischen Musik und zum Vorbild für junge Menschen. Er ist der erste klassische Musiker, der ein Exklusivkonzert in der digitalen Welt von Second Life gespielt hat.
1982
Geboren in Schenyang, China. Erster Klavierunterricht mit drei Jahren bei Professor Zhu Ya-Fen vom Konservatorium seiner Heimatstadt
1987
Erster Preis beim Klavierwettbewerb in Schenyang und erstes öffentliches Recital. In den darauf folgenden Jahren gewinnt er den ersten Preis beim Fünften Xing Hai Cup-Klavierwettbewerb in Peking, den ersten Preis und eine Auszeichnung für die hervorragende künstlerische Darbietung beim Vierten Internationalen Jugend-Klavierwettbewerb in Deutschland sowie den ersten Preis beim Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb für junge Musiker, der 1995 in Japan stattfindet
1991
Beginnt ein Studium bei Professor Zhao Ping-Guo an der Zentralen Musikhochschule in Peking
1995
Spielt sämtliche Etüden von Chopin im Pekinger Konzertsaal
1996
Wirkt als einer der Solisten beim Eröffnungskonzert des Nationalen Symphonie-Orchesters von China mit, das Präsident Jiang Ze-Min als Ehrengast besucht
1997
Nimmt am Curtis Institute in Philadelphia ein Studium bei Gary Graffman auf, das er 2002 abschließt
1999
Entscheidender Karriere-Durchbruch, als er in letzter Minute für André Watts beim Ravinia Festival einspringt und Tschaikowskys Klavierkonzert Nr. 1 mit dem Chicago Symphony Orchestra spielt
2001
Spielt bei seinem von der Kritik gefeierten Debüt in der ausverkauften Carnegie Hall Griegs Klavierkonzert. Reist mit dem Philadelphia Orchestra und Wolfgang Sawallisch auf der Jubiläumstournee zum 100. Geburtstag des Orchesters nach Peking. Sensationelles Debüt bei den BBC Proms mit dem Klavierkonzert Nr. 3 von Rachmaninow
2001/2002
Recital-Debüts in der Londoner Wigmore Hall, im Kennedy Center in Washington und im Pariser Louvre. Debüts bei den New Yorker Philharmonikern und dem London Philharmonic Orchestra, jeweils unter Christoph Eschenbach, unter dessen Leitung er auch eine Europatournee unternimmt; Konzerte mit dem NHK Symphony Orchestra unter Charles Dutoit, die im Fernsehen übertragen werden
2002
Beim Schleswig-Holstein Musik Festival erhält er als erster den Leonard-Bernstein-Preis. Er gastiert mit fünf Auftritten eine ganze Woche beim Ravinia Festival
2003
Lang Lang macht seine erste Aufnahme für Deutsche Grammophon: das jeweils Erste Klavierkonzert von Tschaikowsky und Mendelssohn mit dem Chicago Symphony Orchestra unter Daniel Barenboim (Echo-Preis 2004). Festspiel-Auftritte u. a. beim Eröffnungskonzert der BBC Proms, beim Festival »Mostly Mozart« (erstmals), in Aspen, Tanglewood, Ravinia, Verbier sowie beim Schleswig-Holstein Musik Festival. Triumphales Recital-Debüt in der Carnegie Hall, das mitgeschnitten und 2004 veröffentlicht wird
2004
Konzertauftritte mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra, Orchestre de Paris, der Staatskapelle Berlin, dem Orchester des Mariinski-Theaters und den Berliner Philharmoni¬kern. Wird UNICEF-Botschafter. Recital-Debüt in der Berliner Phil¬har¬mo¬nie und Recital-Tournee durch die USA. Auszeichnung mit dem Echo-Preis als »Instru¬mentalist des Jahres«. Die Aufnahme seines Recitals in der Carnegie Hall kommt in Deutschland in die Pop-Charts und erhält den österreichischen Amadeus-Musikpreis 2005
2005
Auftritte in Peking und eine ausgedehnte Nordamerika-Tournee mit dem China Philharmonic Orchestra und zahlreichen führenden internationalen Orchestern wie dem New York Philharmonic Orchestra, Concertgebouw Orkest und den Wiener Philharmonikern. Mitwir¬kung beim zweiten »Konzert für Europa« mit den Wiener Philharmonikern unter Mehta, das in aller Welt im Rundfunk gesendet wird. Erste Südamerika-Tournee. CD: Rachmaninows Klavierkonzert Nr. 2 und dessen Rhapsodie über ein Thema von Paganini unter Gergiev
2006
Konzerte mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra, Philadelphia Orchestra, Israel Philharmonic Orchestra, den New Yorker Philharmonikern, der Staatskapelle Berlin und den Berliner Philharmonikern. Festspielauftritte in Verbier, La Roque d’Anthéron, Salzburg und bei den Proms. Zur Eröffnung der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006 musiziert er im Münchner Olympiastadion. Steinway & Sons entwickelt den »Lang Lang Steinway«. Lang Langs Album Memory erreicht Platz 1 der Billboard-Klassik-Hitliste. Dragon Songs, ein abendfüllender, während Lang Langs großer Konzertreise durch China aufgenommener Dokumentarfilm erscheint auf DVD; die Musik von Dragon Songs ist auch auf CD erhältlich. Zwei Soundtracks erscheinen auf CD: The Banquet mit Musik von Tan Dun und The Painted Veil mit Musik von Alexandre Desplat (Los Angeles Film Critics Association Award 2006; Golden Globe 2007).
2007
Zu den besonderen Höhepunkten des Jahres zählen seine Konzerte bei den Salzburger Osterfestspielen mit den Berliner Philharmonikern und in der Carnegie Hall mit den Wiener Philharmonikern sowie Open-Air-Konzerte mit dem Gulbenkian-Orchester in Deutschland. Im Herbst zehn unterschiedliche Klavierkonzerte zum 10. Jubiläum des Beijing International Festivals und zur Feier seines eigenen 20-jährigen Bühnenjubiläums. Uraufführung einer neuen Komposition von Nigel Hess über das Leben der englischen Königin Mutter in Anwesenheit von Prince Charles und ein Auftritt bei der Verleihung der Classical Brit Awards in der Royal Albert Hall in London. Veröffentlichung: Lang Langs erste Beethoven-Aufnahme, die Klavierkonzerte Nr. 1 und 4 mit dem Orchestre de Paris unter Christoph Eschenbach.
2008
Im Februar tritt Lang Lang gemeinsam mit dem legendären Jazzpianisten Herbie Hancock bei der Verleihung der Grammy Awards auf. Uraufführung eines neuen Klavierkonzerts von Tan Dun mit den New Yorker Philharmonikern. Im August erleben weltweit über fünf Milliarden Zuschauer Lang Langs Auftritt bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking. Weitere Höhepunkte des Sommers sind eine Chinatournee mit dem Philadelphia Orchestra (Eschenbach), Konzerte bei den Salzburger Festspielen und beim Klavier-Festival Ruhr, Auftritte mit den New Yorker Philharmonikern im Central Park und dem Los Angeles Philharmonic Orchestra in der Hollywood Bowl sowie ein Recital bei den BBC Proms. Veröffentlichung von Lang Langs Autobiographie »Journey of a Thousand Miles«. Im Oktober Gründung der Internationalen Musikstiftung des Pianisten. Veröffentlichung: Chopins Klavierkonzerte Nr. 1 und 2 mit den Wiener Philharmonikern unter Leitung von Mehta
2009
Ab der Spielzeit 2008/09 gibt Lang Lang breit angelegte, ausgedehnte Gastspiele in Musikmetropolen der USA, Kanadas und Europas; zu seinen vielfältigen Aktivitäten dabei zählen Meisterkurse, Kammerkonzerte, Besuche in Schulen und Gespräche mit Studenten, Orchesterkonzerte, Aufführungen traditioneller chinesischer Musik durch chinesische Musiker, Klavierspiel zu vier Händen mit Kindern sowie Vokal-Recitals und Klavierduos. Weitere Verpflichungen sind Europatourneen mit dem Gewand¬haus¬orchester Leipzig (Chailly) und dem Concertgebouw Orkest (Harding), und eine Welttournee mit den Wiener Philharmonikern (Mehta); Aufführungen von Vaughan Williams’ Doppel¬konzert und Gershwins Rhapsody in Blue mit Herbie Hancock in ganz Europa und Nordamerika; Konzerte mit den Berliner Philharmonikern, dem London Symphony Orchestra und eine Tournee mit der Staatskapelle Dresden; Recitals in Japan, Europa und den USA sowie in Mumbai und Abu Dhabi. Die Veröffentlichung seines neuen Albums mit Klaviertrios von Tschaikowsky und Rachmaninow steht im Herbst an
2/2009





