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Johannes Brahms Biografie

Unbestreitbar zählt Johannes Brahms zu den bedeutendsten Komponisten aller Zeiten. In seiner Musik verbindet sich dramatische Kraft mit lyrischer Intensität und einer beruhigenden Wärme. Im Hinblick auf seine harmonischen Experimente und seine Ausdruckskraft war Brahms ohne Frage ein Neuerer, während seine Verwendung traditioneller, ja archaischer Formen eher konservativ anmutet. Er schrieb keine einzige Oper, schuf aber in beinahe allen anderen Gattungen bedeutende Werke: an Orchestermusik vier Symphonien und vier Solokonzerte, zwei Orchesterserenaden und zwei Konzertouvertüren sowie die "Haydn-Variationen"; sein sehr persönlich geprägtes Deutsches Requiem; Hunderte von Liedern und anderen Vokalkompositionen; eine Vielzahl hervorragender Kammermusikwerke; etliche Stücke für Klavier, das er selbst ausgezeichnet spielte; und natürlich seine Ungarischen Tänze, die sich in den unterschiedlichsten Bearbeitungen nach wie vor ungebrochener Popularität erfreuen.

Brahms stand den radikalen Neuerungen von Liszt und Wagner skeptisch gegenüber und wurde darum regelmäßig von deren Anhängern angegriffen. Gegen Ende seines Lebens verloren diese Polemiken jedoch an Schärfe, denn Interpreten und Publikum hatten schließlich erkannt, dass man sich in seinen musikalischen Vorlieben keineswegs auf ein ideologisches Lager beschränken muss.