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Francesco Tristano, KhaliféSchumacherTristano
02.08.2014 WÜRZBURG, Festival Hafensommer
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06.09.2014 SCHWETZINGEN, Schloss Schwetzingen
J.S. Bach: Piano Concertos BWV 1052, 1055 & 1058, C.P.E. Bach: Piano Concerto in D minor, Purcell: Ciacona in G minor

07.09.2014 KÖLN, Audi Jazz Festival
KhaliféSchumacherTristano

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24.08.2012

Francesco Tristano spielt Buxtehude, Bach, Tristano

Francesco Tristano, Francesco Tristano spielt Buxtehude, Bach, Tristano © Aymeric Giraudel Francesco Tristano

Auf seinem letzten Album verortete Francesco Tristano die Klaviermusik von Johann Sebastian Bach und John Cage in einem "bachCage"-Kontinuum. Nun folgt der Pianist aus Luxemburg mit "Long Walk" (Veröffentlichung am 14.09.2012) erneut dem Leitgestirn Bach. Einen langen Marsch hatte der 20-jährige Komponist 1705 auf sich genommen, fast 400 Kilometer ging er zu Fuß von Arnstadt nach Lübeck, um das berühmte Orgelspiel von Dietrich Buxtehude zu hören. Aus drei Wochen, die Bach für die Reise eingeplant hatte, wurde ein dreimonatiger Studienaufenthalt - Buxtehude wurde Bachs Lehrer.

Im Zentrum von Tristanos Album steht Buxtehudes "La Capricciosa", 32 Variationen über das Volkslied "Kraut und Rüben". Der nachhaltige Einfluss Buxtehudes auf Bach zeigt sich besonders deutlich in den "Goldberg-Variationen", dem berühmten Spätwerk des Thomaskantors. Wie "La Capricciosa" ist es in G-Dur geschrieben und weist eine identische Form sowie zahlreiche musikalische Parallelen auf. Im "Quodlibet", der letzten Variation, die Francesco Tristano auf seinem Album vorstellt, zitiert Bach das "Kraut und Rüben"-Thema gar als Hommage an seinen Lehrer. "Vielleicht", so der Pianist in der Dokumentation zum Album, "ist sogar jede einzelne Bachsche Variation im Grunde genommen eine Version von Buxtehudes Ur-Variation."

Auf "Long Walk" übersetzt Francesco Tristano die Musik des Barock ins Jetzt. Aus dem Material der 1974 gefundenen Spielanleitung Bachs zu den "Goldberg-Variationen" fügt er in einer komplexen Schichtung von Loops das Titelstück "Long Walk" zusammen. Und mit seiner zweiten Eigenkomposition "Ground Bass", einer Variationenfolge über eine ostinate Bassfigur, knüpft Tristano an die barocke Tradition an. Die Umsetzung der Aufnahme erschließt wie bereits "bachCage" neue klangliche Dimensionen: 12 Mikrophone unterschiedlicher Klangcharakteristik fingen in der für ihre außergewöhnliche Resonanzqualität berühmten Kyoto Concert Hall den Klang des High-Tech-Konzertflügels Yamaha CFX ein.

Francesco Tristano geht mit dem "Long Walk"-Programm auf Deutschland-Tournee:

09.10.2012 Köln, Philharmonie
10.10.2012 Dortmund, Konzerthaus
17.11.2012 Münster, Hörsaal H1 der Universität
19.11.2012 Berlin, Kammermusiksaal
20.11.2012 Hamburg, Kampnagel
26.11.2012 München, Allerheiligenhofkirche